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Panorama Fall Rebecca: Anklage auch ohne Leiche möglich
Nachrichten Panorama Fall Rebecca: Anklage auch ohne Leiche möglich
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14:08 09.03.2019
Die vermisste 15-jährige Rebecca aus dem Neuköllner Ortsteil Britz. Quelle: dpa
Berlin

Im Fall der verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin geht die Polizei weiter von einem Tötungsdelikt aus. Eine Anklage könnte dem hauptverdächtigen Schwager des Mädchens auch ohne Leichenfund drohen. „Für eine Anklage braucht es nicht zwingend eine Leiche“, erklärte Strafrechtler Hans Lilie aus Halle (Saale) die allgemeine Rechtslage. Für die Ermittler steige damit allerdings der Druck, belastbare Beweise zu finden, sagte Lilie.

Chronologie der Ereignisse

18. Februar: Rebecca wird als vermisst gemeldet

21. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

23. Februar:
Ermittler gehen von Verbrechen aus

26. Februar:
Rebeccas Familie bereitet ein Detail Kopfzerbrechen

28. Februar:
Der Schwager wird erstmals festgenommen

01. März:
Rebeccas Schwager wird aus U-Haft entlassen

04. März:
Erneuter Haftbefehl gegen Schwager

05. März:
Neue Beweise belasten Schwager schwer

06. März:
Polizei veröffentlicht Fotos des Schwagers

07. März:
Großaufgebot der Polizei startet Suche in Brandenburg

„Es gibt einige Fälle, in denen Personen verurteilt worden sind und in denen das Opfer nie gefunden wurde“, sagte Lilie. „In diesen Fällen hat die Indizienkette aber ausgereicht, dass bei dem Richter die Gewissheit bestanden hat, dass ein bestimmtes Tatgeschehen zum Tod des Opfers geführt hat.“ Wenn keine Leiche gefunden werde, müsse das Gericht am Ende die Beweise bewerten und seine Schlussfolgerungen ziehen.

Überblick

Fall Rebecca – die wichtigsten Fakten in der Übersicht

Von RND/dpa