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Panorama Vater verbrennt Töchter
Nachrichten Panorama Vater verbrennt Töchter
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12:48 26.08.2013
St. Gallen

Ein Schweizer Vater soll seine zwei kleinen Töchter in einem Auto verbrannt haben. Der 44-Jährige erlitt selbst schwere Brandwunden, an denen er starb. „Wir gehen davon aus, dass der Mann das Auto angezündet hat“, sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi am Montag. Das grausame Geschehen habe sich am Sonntag auf einer Waldlichtung nahe der Ortschaft Grabs im Alpenrheintal (Kanton St. Gallen) abgespielt.

Der Vater hatte seine zwei und fünf Jahre alten Töchter am Sonntag von einem Verwandten abgeholt - ohne die Zustimmung der Mutter, von der er getrennt lebte. Die Frau habe deshalb die Polizei alarmiert, und es sei umgehend eine Fahndung eingeleitet worden. Wenig später habe jemand bei der Notrufzentrale ein brennendes Fahrzeug im Waldgebiet Simmenbödeli bei Grabs gemeldet.

Als die Einsatzkräfte bei dem Wagen ankamen, fanden sie nur noch die verkohlten Kinderleichen. Ob die Mädchen lebendig verbrannt oder vorher getötet wurden, gehört zu den Fragen, die durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung geklärt werden sollen. Wenige hundert Meter von dem Fahrzeugwrack entfernt wurde der Vater entdeckt, der schwerste Brandwunden hatte. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in eine Spezialklinik, wo er Sonntagabend starb.

Die genauen Umstände und das Motiv der Tat müssten noch geklärt werden, sagte der Polizeisprecher. Einen Unfall hätten die Ermittler aber bereits ausgeschlossen. Der Vater der Mädchen sei bei der Polizei aktenkundig gewesen, „jedoch nicht wegen Gewalt im Familienumfeld“, sagte Krüsi.

Der Fall erinnert an ein ähnliches Verbrechen vor zwei Jahren in Brandenburg. Im August 2011 hatte ein dänischer Vater dort seine beiden neun und zehn Jahre alten Töchter unter Schlafmittel gesetzt und lebendig in einem Auto verbrannt. Im Juni 2012 wurde der seinerzeit 41-Jährige vom Potsdamer Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Hintergrund des zweifachen Kindermordes war ein Sorgerechtsstreit mit der Mutter der Mädchen.

dpa

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