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Panorama Feuerwehr in der Silvesternacht im Dauereinsatz
Nachrichten Panorama Feuerwehr in der Silvesternacht im Dauereinsatz
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11:04 01.01.2011
In zahlreichen Regionen Deutschlands wurde in der Silvesternacht Feueralarm gemeldet. Quelle: dpa
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In Kiel fuhr die Feuerwehr bis 5.30 Uhr 380 Einsätze, in Hannover waren es bis 4.00 Uhr 500 Fahrten. Die Feuerwehr Hamburg kam hingegen zwischen Freitagabend und Samstagmorgen auf nur 235 Einsätze. Oftmals gerieten Mülltonnen und Altkleidercontainer in Brand. Zudem gab es deutschlandweit mehrere Balkonbrände. „Das ist ein Klassiker zu Silvester“, sagte der Sprecher aus Hannover. In Bayern kamen zwei Frauen bei Wohnungsbränden ums Leben.

Bei einem Dachstuhlbrand in der Innenstadt von Kiel stürzten mehrere Decken ein, drei Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst noch unklar. Das Haus wurde durch die Flammen zerstört, 18 Bewohner verloren am Silvesterabend ihre Bleibe. Sie kamen bei Freunden und im Hotel unter. Auch bei einem Kellerbrand verletzten sich zwei Menschen. Sie mussten wegen einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus versorgt werden.

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In Bad Reichenhall (Landkreises Berchtesgadener Land) gab es in der Nacht drei größere Brände, die auf Feuerwerkskörper zurückzuführen waren. Eine 51-Jährige wurde tot in einer Wohnung aufgefunden, nachdem auf dem Balkon Wunderkerzen angebrannt worden waren. Außerdem brannte es in einem Wohn- und einem Geschäftshaus.

Bei einem Schwelbrand in einer Wohnung in Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) ist am frühen Samstagmorgen eine Frau ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde sie leblos in der Wohnung gefunden. Eine weitere Person wurde leicht verletzt. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

In Saarlouis stürzten bei einem Wohnungsbrand das Dach und eine Decke eines Wohnhauses ein. Ein Ehepaar wurde aus den Flammen gerettet, das Haus ist allerdings unbewohnbar. Laut Polizeiangaben besteht ein Zusammenhang zwischen den Brand und dem Silvesterfeuerwerk, das viele Feuerwerksreste im Umfeld des Hauses gefunden wurden.

In Offenburg fing ein Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses Feuer. Mehrere Wohnungen wurden dadurch unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt. Laut Polizeiangaben hatte ein Feuerwerkskörper zunächst eine Matratze in Brand gesetzt, die auf einem Balkon gelegen hatte.

In Berlin-Lichtenberg brach im 15. Stock eines Hochhauses ein Brand aus. Nach Angaben der Feuerwehr vom Samstagmorgen waren in Berlin-Lichtenberg auch Menschen in Gefahr. Das Feuer war nach ersten Ermittlungen nach dem Zünden von Silvesterknallern ausgebrochen. Nach weiteren Angaben der Feuerwehr vom Samstagmorgen geriet auch eine Wohnung im 3. Obergeschoss eines Hauses in der Spanheimstraße in Berlin-Gesundbrunnen in Flammen. Auch hier mussten Personen gerettet werden.

In Sankt Augustin (Rhein-Sieg-Kreis) entzündete ein Feuerwerkskörper einen Sessel auf einem Balkon. Die Flammen griffen auf die leerstehende Wohnung über und verursachten einen Sachschaden von 150.000 Euro. Sieben Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. In Falkenstein (Vogtlandkreis) führte eine verirrte Silvesterrakete zu einem Dachstuhlbrand.

Weitere größere Brände ereigneten sich in Nalbach (Landkreis Saarlouis), Nürnberg, Wismar, Weimar, Münster, Bayerisch Gmain (Landkreis Berchtesgadener Land), Erbach (Odenwaldkreis), Kirchenlamitz (Landkreis Wunsiedel) oder Bergisch-Gladbach.

dpa