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Panorama Fortschritte im Kampf gegen Gasleck
Nachrichten Panorama Fortschritte im Kampf gegen Gasleck
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17:49 15.04.2012
 Im März war auf der Förderplattform „Elgin“ ein Gasleck entdeckt worden. Quelle: dpa
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London

Die Arbeiten des Energiekonzerns Total zum Abdichten des Gaslecks in der Nordsee kommen nach Angaben des Unternehmens voran. Es stünden inzwischen zwei Bohrtürme bereit, um Entlastungsbohrungen vorzunehmen. Mit mehreren Schiffen und Flugzeugen werde das Material herbeigeschafft, um das Leck von oben zu schließen, teilte Total im schottischen Aberdeen mit.

Am Sonntag veröffentlichte das französische Unternehmen erstmals chemische Analysen von Proben, die von dem öligen Film auf dem Wasser nahe der Plattform genommen wurden. Es handele sich um ein leichtes Öl, das bei Abkühlung wachsartige Rückstände hinterlasse. Das Öl - sogenanntes Gaskondensat - war zusammen mit dem Gas aus dem Leck ausgetreten. Bis zu 50 Prozent verflüchtige sich im Meerwasser innerhalb von 24 Stunden. In den kommenden Tagen könnten sich laut Total bis zu 90 Prozent des Gaskondensats verflüchtigt haben. Der Rest werde durch den Seegang verteilt und biologisch abgebaut.

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Bei drei Erkundungsflügen zur Plattform von Spezialisten des eigenen Unternehmens und des Vertragspartners Wild Well Control seien weitere Informationen gesammelt worden. Außerdem hätten die Fachleute die Öffnung von wachsartigen Rückständen gesäubert, die sich dort angesammelt hatten. Wild Well Control war auch beim Bekämpfen der Ölpest vor zwei Jahren im Golf von Mexiko maßgeblich beteiligt.

Das Leck war am 25. März entdeckt worden. Daraufhin brachte Total die 238 Arbeiter auf der „Elgin“-Plattform in Sicherheit. Seitdem ist die Insel unbemannt. Täglich strömen 200.000 Kubikmeter Gas pro Tag in die Atmosphäre. Nach Angaben von Umweltschützern hat dies negative Auswirkungen vor allem auf das Klima. Das ausströmende Methan ist 20 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt in der Nordsee sind nach Angaben der schottischen Umweltbehörden derzeit nicht zu befürchten.

dpa

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