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Panorama "Frauentausch" entlarvt Wohngeldmissbrauch
Nachrichten Panorama "Frauentausch" entlarvt Wohngeldmissbrauch
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14:55 15.09.2015
"Frauentausch" ist ein Klassiker unter den Doku-Soaps. Nun ist eine Teilnehmerin in der Sendung des Wohngeldmissbrauchs überführt worden. Quelle: Screenshot RTL2
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Berlin

Dass sich die Realität in Doku-Soaps oft erheblich von dem unterscheidet, wie Dinge in Wirklichkeit laufen, ist keine große Neuigkeit. Die Teilnehmerin der RTL2-Sendung "Frauentausch" hat sich das anscheinend zu Herzen genommen und dabei etwas zu viel über ihre Beziehung verraten. Sie entlarvte sich selbst als Wohngeldbetrügerin.

Den Missbrauch hatte eine Mitarbeiterin des Wohngeldamtes entdeckt. Nach Angaben des Gerichts hatte sie die 48-jährige Antragstellerin in der Fernsehsendung gesehen. In einer Programmankündigung hieß es, die Berlinerin und ihr Vermieter hätten sich über eine Partnervermittlung kennengelernt, und es sei "die ganz große Liebe". Das Wohngeldamt prüfte daraufhin erneut den Wohngeldantrag der Frau und lehnte ihn ab.

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Ein Sprecher des Gerichts erklärte, entscheidend sei dabei nicht, ob der Vermieter und die Frau als Lebenspartner zusammen lebten, sondern vielmehr, dass sie in der Wohngemeinschaft zusammen wirtschafteten. In der Sendung wurde klar: Sie teilten sich beispielsweise den Unterhalt der Kinder, den Rundfunkbeitrag und die Waschmaschine. In so einem Fall werde das Vermögen beider Wirtschaftspartner zusammengerechnet, weshalb die Frau ihren Anspruch auf Wohngeld verloren habe.

Die 48-Jährige hatte noch versucht, beim Verwaltungsgericht Berlin gegen den Wohngeldentzug zu klagen. Die Richter wiesen die Klage zurück. (VG 21 K 285.14)

epd/aks

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