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Panorama Freispruch im Kannibalen-Prozess gefordert
Nachrichten Panorama Freispruch im Kannibalen-Prozess gefordert
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12:28 25.03.2015
Spurensuche im Osterzgebirge: Die Tat soll sich in einer Pension bei Dresden ereignet haben. Sie gehört dem Verdächtigen, hatte zu dem Zeitpunkt wegen einer Renovierung aber keine Gäste.
Spurensuche im Osterzgebirge: Die Tat soll sich in einer Pension bei Dresden ereignet haben. Sie gehört dem Verdächtigen, hatte zu dem Zeitpunkt wegen einer Renovierung aber keine Gäste. Quelle: dpa
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Dresden

Die einzige Antwort auf die Frage, ob sich der 59-Jährige am 4. November 2013 selbst tötete oder ermordet wurde, sei: „Wir wissen es nicht“, sagte Rechtsanwalt Endrik Wilhelm am Mittwoch im Landgericht Dresden. Wojciech S. habe sterben wollen, um geschlachtet und einverleibt zu werden.

Vergraben auf einem Grundstück im Erzgebirge finden Ermittler zahlreiche Leichenteile. Ein Polizist gesteht, einen anderen Mann getötet und zerstückelt zu haben – weil der das so wollte.

Es sei aber offen, „ob S. den allerletzten Schritt selbst vollzog oder mit aktiver Hilfe unseres Mandanten“. Die Anklage hatte für den wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagten Kriminalisten zehn Jahren und sechs Monate Haft gefordert.

Andere Fälle

■  Der Kannibale von Duisburg: Joachim Kroll wird im Sommer 1976 in seiner Wohnung in Duisburg festgenommen, als die Polizei nach einem verschwundenen, vier Jahre alten Mädchen aus der Nachbarschaft sucht. Sie finden die Innereien des Kindes in der verstopften Toilette des 43-Jährigen, der gerade dabei ist, Teile der Leiche zu kochen. Insgesamt soll er acht Morde begangen haben. Er wird zu neun Mal lebenslanger Haft verurteilt und stirbt 1991 im Gefängnis.
■  Der Kannibale von Koblenz: Der arbeitslose Elektriker Thomas S. soll am 10. Januar 2002 seine 22 Jahre alte Cousine im Schlaf erstickt haben. Danach soll er den Leichnam der Frau, mit der er sich eine Wohnung im rheinland-pfälzischen Brohl-Lützing teilte, zerlegt und ihre Arme und Beine im Ofen erhitzt haben. Wegen verminderter Schuldfähigkeit wurde Thomas S. nie verurteilt. Er sitzt seitdem in der Psychiatrie.
■  Der Kannibale von Rotenburg: Armin Meiwes tötet am 9. März 2001 den 43 Jahre alten Bernd B. und verspeist in den folgenden Monaten dessen Leiche. Der Berliner reiste zuvor zu dem damals 40-Jährigen nach Rotenburg in Baden-Württemberg. Die beiden hatten sich auf der gleichen Internetseite kennengelernt wie Detlev G. und sein Opfer aus Hannover.

 jki

Mehr zum Thema

Nach dem Fund der zerstückelten Leiche des in Hannover lebenden Geschäftsmannes Wojciech S. im Erzgebirge versucht die Polizei weiter, Licht in die Angelegenheit zu bringen. Die Behörden haben eine 45-köpfige Sonderkommission ins Leben gerufen, um die Hintergründe der Tat zu klären.

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Die Tat erinnert an den Kannibalen von Rotenburg: Ein vermisster Mann aus Hannover wird tot in der Nähe von Dresden gefunden. Tatverdächtig ist ein Polizist. Kennengelernt hat er den Hannoveraner offenbar im Internet – angeblich um seine kannibalischen Neigungen auszuleben.

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