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Nachrichten Panorama Fünf neue feste Blitzanlagen an der A2 geplant
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14:35 14.10.2011
An der A2 sind fünf neue Blitzer geplant. Quelle: Florian Petrow (Symbolbild)
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Peine

Autofahrer auf der A2 müssen sich von November an auf eine schärfere Überwachung der Tempolimits einstellen: Zwischen Peine und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt sollen fünf Radarfallen aufgestellt werden, die rund um die Uhr in beide Richtungen Temposünder blitzen. Es handelt sich dabei um die ersten fest installierten Blitzanlagen auf der vielbefahrenen Autobahn 2 in Niedersachsen.

Allein der Kreis Peine erhofft sich von den Radarfallen Einnahmen von rund zwei Millionen Euro im Jahr, auch die Kreise Gifhorn und Helmstedt wollen bald Geräte aufstellen. Im Kreis Schaumburg gibt es ebenfalls weiterhin Pläne für eine fest installierte Radaranlage an der A2, dort ist man aber immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort, sagte ein Kreissprecher am Freitag.

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Zwischen den Kommunen, dem Verkehrsministerium in Hannover und dem ADAC kam es am Freitag zum Streit darüber, ob die neuen Radarfallen tatsächlich zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen werden. Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) will Autofahrer mit „Achtung Radarkontrolle“-Schildern vor den Blitzer warnen.

Die A2 ist die deutsche Haupt-Verkehrsachse von West nach Ost, sie leidet seit Jahren unter dem stark zunehmenden Lkw-Verkehr. Überwacht wird die Autobahn in Niedersachsen durch eine Anlage, die den Verkehrsfluss misst und die zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten daran anpasst. Die Tempolimits auf den Schilderbrücken über der Autobahn ändern sich daran angeschlossen automatisch.

Der Sprecher des Kreises Peine, Henrik Kühn, sagte der dpa, die Blitzer würden an Unfallschwerpunktstellen aufgebaut. „Gerade der Streckenabschnitt zwischen Hannover und Braunschweig ist statistisch gesehen einer der gefährlichsten Autobahnabschnitte in ganz Europa. Wir versprechen uns durch die Blitzer eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.“ Mit den vom Minister geplanten Warnschildern hat der Kreis keine Probleme. „Wenn es denn der Verkehrssicherheit dient, ist das völlig in Ordnung“, sagte der Kreissprecher.

Der ADAC kritisierte die geplanten neuen Blitzer scharf. „Nach unsere Einschätzung geht es nur darum, dass die Kommunen sich neue Einnahmen verschaffen und nicht darum, die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, sagte eine Sprecherin des ADAC in Niedersachsen. „Die Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der A2 funktioniert bis heute nicht richtig. Da sind teilweise völlig unverständliche Tempolimits geschaltet“, betonte sie. Zu den gehäuften Unfällen auf der A2 komme es in der Regel durch das hohe Verkehrsaufkommen oder durch technische Defekte an Lastern und nicht durch überhöhte Geschwindigkeit.

Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode wies Vorwürfe zurück, er wolle den Kommunen mit seinen Warnschilder das Geschäft mit den Bußgeld-Einnahmen vermiesen. „Wenn man in der Bevölkerung die Akzeptanz für die Geschwindigkeitsüberwachung hochhalten will, dann darf nicht der Verdacht der Geldschneiderei aufkommen“, sagte sein Sprecher.

dpa

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