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Panorama Gasleck belastet Meerwasser weniger als gedacht
Nachrichten Panorama Gasleck belastet Meerwasser weniger als gedacht
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13:29 30.03.2012
Das Gasleck an der Ölförderplattform hat bisher 3,8 Tonnen Gas freigesetzt. Quelle: dpa
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London

Gaskondensat entsteht, wenn in dem geförderten Erdgas aus der Tiefe noch weitere Kohlenwasserstoffe vorhanden sind, erklärt Jürgen Messner, Erdölgeologe an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Unter den Druck- und Temperaturverhältnissen an der Meeresoberfläche sind diese Substanzen (unter anderem der Kohlenwasserstoff Pentan und ähnliche Verbindungen) flüssig.

Dieses Gemisch treibt dann als ölartiger, dünner Film auf der Meeresoberfläche „etwa wie leichtes Erdöl“, sagte der Wissenschaftler. „Gaskondensate sind kein Abfallprodukt“, ergänzte Messner. Sie werden aus vielen Lagerstätten gezielt und in großer Menge gewonnen und weiterverarbeitet.

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Ursprünglich war angenommen worden, dass eine größere Menge Gaskondensat ins Meer gelangt sei. Nachdem das Leck aber oberhalb der Wasseroberfläche geortet wurde und der gasförmige Anteil der Förderung in die Atmosphäre entweichen kann, sei die Belastung des Wassers geringer.

Die Gasflamme, mit der überschüssiges Gas in den Rohrleitungssystemen der Plattform abgefackelt wird, sei inzwischen kleiner geworden, aber noch nicht ausgebrannt, teilte das Ministerium weiter mit. Dies habe Total bei Überflügen mit Überwachungsflugzeugen festgestellt. Die Flamme bleibe aber wegen der davon ausgehenden Explosionsgefahr ein Risiko. Es gebe deshalb Überlegungen, sie mit Hilfe von Löschflugzeugen oder Feuerwehrschiffen zu löschen.

Die „Elgin“-Plattform war am vergangenen Sonntag evakuiert worden. 238 Arbeiter wurden per Hubschrauber in Sicherheit gebracht, nachdem das Gasleck festgestellt worden war. Seitdem strömt aus dem Leck Gas in die Luft. Total hatte zunächst keine Informationen darüber, wie viel Gas ausströmt und wie viel Gas sich noch in dem Reservoir befindet, das 4000 Meter unter dem Meeresgrund liegt.

dpa


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