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Panorama Gedenken an Absturzopfer von Smolensk
Nachrichten Panorama Gedenken an Absturzopfer von Smolensk
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11:58 10.04.2012
Foto: Jaroslaw Kaczynski legt vor dem Präsidentenpalast einen Kranz nieder.
Jaroslaw Kaczynski legt vor dem Präsidentenpalast einen Kranz nieder. Quelle: dpa
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Warschau

Beim Absturz eines polnischen Regierungsflugzeug am 10. April 2010 waren der damalige Staatspräsident Lech Kaczynski, seine Frau und fast die gesamte militärische Führung und Vertreter der politischen Elite Polens ums Leben gekommen.

Mitglieder der von Kaczynskis Zwillingsbruder Jaroslaw Kaczynski geführten nationalkonservativen Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) legten am Morgen vor dem Präsidentenpalast Blumen nieder und verlasen zur Stunde des Absturzes die Namen aller Opfer. In der Kirche des polnischen Militärs nahmen Staatspräsident Bronislaw Komorowski und Regierungschef Donald Tusk an einem Gedenkgottesdienst für die Absturzopfer teil.

Bereits am Montagabend hatten sich mehrere hundert nationalkonservative und rechtsnationale Demonstranten vor der russischen Botschaft versammelt und die Wahrheit über das Unglück gefordert. Umfragen zufolge glaubt fast ein Drittel der Polen, dass die offiziellen Untersuchungsberichte der russischen und polnischen Ermittler die Wahrheit über die Flugzeugkatastrophe verbergen. Offiziell wird das Unglück auf Pilotenfehler und schlechte Wartung der Maschine zurückgeführt.

Bereits kurz nach dem Absturz kursierten in Polen Theorien, Kaczynski und die übrigen 95 Menschen an Bord der Maschine seien einem Anschlag zum Opfer gefallen. Jaroslaw Kaczynski betonte erst am Montag, er halte eine Ermordung seines Bruders für möglich. Jaroslaw Kaczynski und seine Anhänger planten für den Abend eine Mahnwache vor dem Präsidentenpalast.

Ein Abgeordneter des Linksbündnis SLD bezeichnete die Mordtheorie hingegen als absurd. Von allen Kandidaten für die Präsidentenwahl im Jahr 2010 habe Amtsinhaber Kaczynski die schlechtesten Umfragewerte gehabt, betonte der SLD-Politiker Wojciech Olejniczak. „Um ihn aus dem politischen Leben zu eliminieren, hätte es keine besonderen Anstrengungen gebraucht. Er hätte die Wahl demokratisch verloren.“

dpa

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