Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Schock und Trauer nach Flugzeugabsturz
Nachrichten Panorama Schock und Trauer nach Flugzeugabsturz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:30 25.03.2015
Rettungskräfte haben erste Trümmerteile in dem Gebiet der Absturzstelle erreicht.
Rettungskräfte haben erste Trümmerteile in dem Gebiet der Absturzstelle erreicht. Quelle: afp
Anzeige
  • In Südfrankreich ist ein Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Gemanwings abgestürzt.
  • Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen. An Bord waren 150 Menschen, darunter offenbar 67 Deutsche.
  • Der Absturzort ist in den südlichen Alpen in der Region von Barcelonnette.
  • Das Auswärtige Amt hat eine Krisenhotline eingerichtet: 030-5000 3000
  • Germanwings informiert unter der Nummer 0800 -1133 5577
  • Der Flughafen Düsseldorf informiert Angehörige unter der Nummer 0800-7766350

Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier.

Beim Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich sind 149 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch viele Deutsche.

+++ 22.44 Uhr: Wir beenden den Nachrichtenticker für heute und informieren Sie morgen wieder über alle neuen Entwicklungen und Erkenntnisse.

+++ 22.27 Uhr: Unter den Todesopfern des Airbus-Absturzes in Südfrankreich sind auch Opernsänger aus Düsseldorf. Der Bassbariton Oleg Bryjak und die Altistin Maria Radner befanden sich unter den Passagieren des Airbus A320. Sie waren wegen eines Gastspiels am Gran Teatre del Liceu in Barcelona gewesen, wo sie in Richard Wagners "Siegfried" sangen.

+++ 22.19 Uhr: Im Berliner Dom steht morgen ein Kondolenzbuch aus. Die Kirche trauere mit den Angehörigen der Opfer, teilt der Dom mit. In der Mittagsandacht um 12.00 Uhr werde mit einer Fürbitte der 150 Männer, Frauen und Kinder gedacht, die bei einem der schwersten Abstürze in der deutschen Luftfahrtgeschichte wohl alle ums Leben kamen.

+++ 22.11 Uhr: Regen, vielleicht sogar Schnee: Schlechtes Wetter könnte die Bergungsarbeiten an der schwer zugänglichen Absturzstelle des Airbus A320 in den französischen Alpen zusätzlich erschweren. Der Wetterdienst Météo France rechnete für die Nacht mit gelegentlichem Regen und einer Temperatur um die 4 Grad Celsius im nahe gelegenen Ort Prads-Haute-Bléone.

+++ 21.48 Uhr: Eine spontane Änderung ihrer Reisepläne hat schwedischen Fußballern das Leben gerettet: Die Mannschaft des Drittligisten Dalkurd FF aus Borlänge war auf den Germanwings-Flug gebucht, entschieden sich aber kurzfristig für eine andere Verbindung und flogen über Zürich und München nach Stockholm.

+++ 21.37 Uhr: Nach dem Ausfall von mehreren Germanwings-Flügen mit zahlreichen betroffene Fluggästen werden am Flughafen Düsseldorf Feldbetten aufgestellt. "Wir schaffen von Flughafenseite einige Übernachtungsmöglichkeiten", sagte ein Sprecher des Airports.

+++ 21.33 Uhr: Die Lufthansa hat bestätigt, dass nach der Flugzeugkatastrophe etliche Flugverbindungen ausfallen. Einige Crews hätten ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht angetreten. Lufthansa bestätigte auch, dass es am Vortag an der Unglücksmaschine Probleme mit der "Nose Landing Door" gegeben. Die Klappe ist allerdings nicht sicherheitsrelevant und öffnet sich, wenn das Bugrad ein- oder ausgefahren wird.

+++ 21.19 Uhr: Der französische Innenminister hat ein Video veröffentlicht, das beim Überflug der Absturzstelle entstanden ist. Es wurde von französischen Medien verbreitet. Es ist hier zu sehen.

+++ 21.06 Uhr: Die Lufthansa geht beim Absturz eines Airbus A320 der Konzerntochter Germanwings in den französischen Alpen von einem Unfall aus. Derzeit werde davon ausgegangen, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe, sagte Lufthansa-Topmanagerin Heike Birlenbach am Dienstagabend in Barcelona. Alles andere wäre "Spekulation".

+++ 20.47 Uhr: Die spanische Polizei in Barcelona hat mit der Überprüfung der Videoaufzeichnungen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine begonnen. Dies gehöre zu den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe, verlautet es aus Polizeikreisen. Die Überprüfung der Aufzeichnungen der Sicherheitskameras solle dazu beitragen, möglichst viele Details zu beschaffen, die Klarheit über das Unglück bringen könnten.

+++ 20.40 Uhr: "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens." Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich nach einem Flug über den Absturzort entsetzt gezeigt. "Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen Ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint." Steinmeier wurde am Unglücksort von französischen Sicherheitskräften gebrieft.

Frank-Walter Steinmeier (Mitte) mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (6.v.r), Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve (Mitte links) und der spanischen Verkehrsministerin Ana Pastor (Mitte rechts). Quelle: Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt/dpa

+++ 20.35 Uhr: Die Lufthansa hat einen Bericht von "Spiegel Online" bestätigt, nachdem einige Germanwings-Crews ihren Dienst nicht angetreten haben. Sie hätten aber ausschließlich persönliche Gründe genannt, so ein Lufthansa-Sprecherin. Wie viele Beschäftigte dies waren und an welchen Flughäfen, war zunächst unklar. In Düsseldorf sind laut Flughafen-Homepage unter anderem Verbindungen nach Paris, Hamburg, London, Madrid und Stockholm gestrichen. Unter anderem fallen auch in Köln, Stuttgart und Berlin Germanwings-Verbindungen aus.

Eine Anzeigetafel mit den in Düsseldorf annullierten Germanwings-Flügen. Quelle: dpa

Hintergrund für "die Weigerung etlicher Piloten", ihren Dienst aufzunehmen, ist nach Darstellung von "Spiegel Online" offenbar, dass die Unglücksmaschine am Montag wegen technischer Probleme den ganzen Tag in Düsseldorf am Boden gestanden habe. Es habe ein Problem an der "Nose Landing Door" gegeben, bestätigte die Lufthansa-Sprecherin. Die "Nose Landing Door" ist "Spiegel Online" zufolge eine Klappe, die sich am Rumpf öffnet und schließt, wenn das Bugrad raus- und reingefahren wird. "Dieses Problem ist aber behoben worden", sagte die Lufthansa-Sprecherin.

+++ 20.30 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP hat weitere Bilder von der Unglücksstelle veröffentlicht, auf dem zahlreiche Trümmer zu sehen sind.

+++ 20.17 Uhr: Die von Frankreich eingesetzten zehn Helikopter haben die Suche am Absturzort der Germanwings-Maschine nach Einbruch der Dunkelheit für die Nacht eingestellt. Sie sollen nach Sonnenaufgang ihre Flüge wieder aufnehmen. In dem äußerst schwer zugänglichen Absturzgebiet in den Alpen hätten Helikopter zuvor noch fünf Gendarmen für die Nacht abgesetzt, sagte ein Gendarmerie-Oberstleutnant.

+++ 20.08 Uhr: Eine junge Radio-Reporterin aus Nordrhein-Westfalen hat das schwere Flugzeugunglück überlebt, weil sie kurz vor dem Start umgebucht hat. Die 21-Jährige sei privat in Barcelona gewesen und habe mit ihrem Freund entschieden, den Abendflug zu nehmen statt der Unglücksmaschine, die am Vormittag in Barcelona abflog, berichtet "Focus". "Als ich die Nachricht bekommen habe, bin ich erstmal zusammengebrochen und habe eine Stunde lang geweint", zitiert "Focus" die Frau.

+++ 19.59 Uhr: Die französische Flugunfallstelle BEA will sieben Experten zur Untersuchung der Absturzstelle im Südosten Frankreichs schicken. Zu dem Team kommen Experten des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerksherstellers CFM International hinzu. Außerdem sollen drei Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mitwirken, dem deutschen Gegenstück zu BEA.

+++ 19.43 Uhr: Unter den Opfern des Airbus-Absturzes ist der Bassbariton der Deutschen Oper am Rhein, Oleg Bryjak (54). Das teilte die Oper in Düsseldorf mit. Bryjak habe sich auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona befunden, wo er den Alberich in Richard Wagners "Siegfried" sang. Der Bassbariton war seit der Spielzeit 1996/97 Mitglied im Ensemble.

+++ 19.32 Uhr: Die Absturzstelle des Airbus A320 in einem schwer zugänglichen Berggebiet wenige Kilometer entfernt von den kleinen Gemeinden Le Vernet und Prads-Haute-Bléone im Südosten Frankreichs. Das Gebietist nur aus der Luft oder zu Fuß zu erreichen. Auf ersten Fotos und Videoaufnahmen aus der Luft ist zu erkennen, dass Trümmerteile über weite Teile eines zerklüfteten Bergeinschnitts verteilt sind. Größere Wrackteile waren zunächst nicht auszumachen. Die Flugzeugreste sollen in einer Höhe zwischen etwa 1600 und 2000 Meter vereinzelt sein. Im Bereich der meist kargen Absturzstelle sind wenige Baumgruppen zu erkennen. Überwiegend ist die Gegend von Felsstücken und Schotterhängen geprägt.

Quelle: Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt/dpa

+++ 19.28 Uhr: Die Herkunft der Passagiere steht nach Angaben von Germanwings noch nicht endgültig fest. Derzeit könne man keine endgültigen Zahlen zu den Nationalitäten bekanntgeben, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann bei einer zweiten Pressekonferenz in Köln. In einem ersten Statement hatte er von 67 deutschen Staatsbürgern gesprochen, aber betont, dass die Zahl nicht endgültig feststehe. Fest steht nur, dass 150 Menschen an Bord der Maschine waren.

+++ 19.23 Uhr: Frankreich wird die anreisenden Angehörigen der Opfer des Germanwings-Crashs nahe dem Absturzort betreuen. Das kündigte Innenminister Bernard Cazeneuve am Dienstag an. Die zuständige Präfektur und andere staatliche Dienste wollen vom Abend an Unterbringungsmöglichkeiten und eine psychologische Hilfe für Angehörige bereitstellen. In Seyne-les-Alpes wurde eine Halle zur Aufbahrung von Opfern eingerichtet.

+++ 19.18 Uhr: Die Fernsehsender reagieren mit Sondersendungen auf den Absturz. Das Erste sendet um 20.15 Uhr einen 45-minütigen ARD-"Brennpunkt", die ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" ändert zudem das Thema. Das ZDF zeigt um 19.25 Uhr eine Sondersendung sowie um 21 Uhr ein weiteres „ZDF spezial“. ProSieben und Stefan Raab kündigten zudem an, die „TV total“-Ausgabe heute ausfallen zu lassen. Gäste hätten Sänger Sido und Schauspieler Farih Yardim sein sollen. „Es gibt leider Tage, an denen es nichts zu lachen gibt“, so Raab.

+++ 19.08 Uhr: Das Europäische Parlament wird seine Sitzung am Mittwoch mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich beginnen. "Diese Tragödie und der Verlust an Menschenleben machen uns alle tief betroffen", teilte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) mit.

+++ 19.03 Uhr: Vor wenigen Minuten ist in Köln eine zweite Pressekonferenz von Germanwings zu Ende gegangen. Fluglinien-Chef Thomas Winkelmann bestätigte, dass 144 Menschen an Bord waren, darunter eine Schulklasse aus Haltern mit 16 Schülern und zwei Lehrern. Noch fehlten einige Kontaktdaten der Passagiere, da ihre Flüge über Reisebüros gebucht worden waren. Die Kontaktdaten herauszufinden, um die Angehörigen zu verständigen, sei jedoch schwierig.

+++ 18.55 Uhr: Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder trauert mit den Angehörigen. Der ehemalige Fußball-Profi stammt aus Haltern und ist heute Vorsitzender des TuS Haltern. An Bord der Unglücksmaschine waren auch 16 Schüler und zwei Lehrer eines Gymnasiums aus der Heimatstadt des 34-Jährigen.

+++ 18.45 Uhr: Der abgestürzte Airbus A320 ist 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden und hatte 58.300 Flugstunden bei rund 46.700 Flügen absolviert. Damit gehörte die Maschine mit der Produktionsnummer 147 zu den ältesten noch in Betrieb stehenden A320. Insgesamt wurden demnach bislang 3889 Flugzeuge dieser Serie ausgeliefert, von denen 3660 noch fliegen.

Der A320 ist das erfolgreichste Airbus-Modell. Die Maschine mit Platz für maximal 180 Passagiere gilt als äußerst zuverlässig. Vor allem auch Billigflieger wie Germanwings schätzen das Mittelstreckenflugzeug mit einer Reichweite von bis zu 4900 Kilometern. Die maximale Reisegeschwindigkeit des A320 beträgt fast 900 Kilometer in der Stunde. Der Airbus fliegt in einer Höhe von rund 12.000 Metern.

+++ 18.35 Uhr: Der französische Sender FranceTV hat am Abend erste Videobilder der Absturzstelle veröffentlicht, die von einem Helikopter aus aufgenommen wurden.

+++ 18.26 Uhr: 18 Schüler und Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums im westfälischen Haltern waren in dem Unglücks-Airbus – am Mittwoch will die Schule der Absturzopfer gedenken. Der Schulunterricht werde nicht ausfallen, sagte Bürgermeister Bobo Klimpel. "Es wird aber Gelegenheit geben, dass die Schüler über das Schreckliche sprechen können." Geplant ist eine Veranstaltung in der Aula, Seelsorger sollen vor Ort sein. Am Abend legten zahlreiche Schüler und Anwohner des Ortes Kerzen und Blumen vor der Schule ab.

Trauer in Haltern: Schüler haben sich vor dem Joseph-König-Gymnasium versammelt. Quelle: dpa

+++ 18.16 Uhr:  Schlechter werdendes Wetter droht die Arbeit der Einsatzkräfte zu erschweren. Der französische Wetterdienst hat für den frühen Abend Schnee oder Regen in der Region vorhergesagt, wo zuvor noch gutes Wetter geherrscht hatte. Die Gendarmerie verwies auf den sehr schwierigen Zugang zu der Absturzstelle in einem steilen Gebirgsmassiv. Die Einsatzkräfte müssen von Helikoptern aus abgeseilt werden, auch sollen Beamten zu Fuß zu der Absturzstelle gelangen.

Blick auf die Alpenlandschaft zwischen Barcelonette und Digne. In diesem Gebiet stürzte der Airbus ab. Quelle: Emilie Chauvot/Le Dauphine Libere/epa

+++ 18.08 Uhr: Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel will auch der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch zur Absturzstellereisen. Ein großer Teil der Passagiere an Bord der Maschine, die auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt war, stammte aus Spanien. Nach Angaben der Madrider Regierung stehen auf der Passagierliste 45 spanische Nachnamen.

+++ 17.55 Uhr: Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hat nach Angaben der Zeitung „Le Monde“ bestätigt, dass einer der Flugschreiber der Unglücksmaschine gefunden wurde. Dieser soll bei der Suche nach der Unglücksursache helfen.

+++ 17.47 Uhr: Die Bundesregierung hat noch keine genauen Erkenntnisse über die Zahl der deutschen Todesopfer. Die Identifizierung der Opfer werde vermutlich längere Zeit dauern, hieß es im Auswärtigen Amt. Im Krisenstab des Auswärtigen Amts gingen zahlreiche Anrufe von Menschen ein, die sich Sorgen um Angehörige machten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist unterdessen zusammen mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Marseille eingetroffen und ist auf dem Weg zur Unglücksstelle.

+++ 17.36 Uhr: Der Flugverkehr über der Absturzstelle ist mittlerweile unterbrochen worden. Der Überflug im Bereich der Unglücksstelle an einem Bergmassiv sei per Anordnung des Präfekten verboten, teilte die Gendarmerie vor wenigen Minuten bei Twitter mit. Die Fläche erstrecke sich über mehrere Hektar. Man solle sich der Zone nicht nähern und die Straßen nicht verstopfen, heißt es in einem weiteren Tweet.

+++ 17.29 Uhr: Französische Kommentatoren sprechen vom schwersten Flugunglück in Frankreich seit dem Concorde-Absturz am 25. Juli 2000. Auf dem Air-France-Flug 4590 war das Überschallflugzeug damals kurz nach dem Start vom Flughafen Paris-Charles de Gaulle abgestürzt, wobei alle 109 Insassen sowie vier Menschen am Boden ums Leben kamen.

+++ 17.24 Uhr: Die Wucht des Aufpralls macht nach Ansicht des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve wenig Hoffnung auf Überlebende unter den 150 Insassen des Fluges 4U 9525. Nach seinen Angaben sind Hunderte von Soldaten der Gendarmerie sowie etwa ebenso viele Feuerwehrleute, zehn Helikopter und ein Militärflugzeug rund um den Absturzort in den südostfranzösischen Alpen im Einsatz.

Von Seyne-les-Alpes aus wird der Einsatz der Rettungskräfte koordiniert. Quelle: afp

+++ 17.18 Uhr: Die Piloten der Lufthansa wollen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine vorerst nicht weiter streiken. "Der Arbeitskampf ist für uns aktuell kein Thema mehr", sagte der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, dem "Tagesspiegel". Nach der Absturzkatastrophe "reden wir über ganz andere Themen". Das bedeute aber nicht, dass Streiks für eine längere Zeit ausgeschlossen seien, erläuterte der VC-Sprecher. "Es gibt kein Moratorium. Wir haben nur im Moment ganz andere Sorgen, als den nächsten Streik anzudrohen." Handwerg ist selbst Kapitän einer A320, dem Typ der Unglücksmaschine.

+++ 17.14 Uhr: Trauer auch in der in der spanischen Kleinstadt Llinars del Vallés. Die Gemeinde in der Nähe von Barcelona hatte 16 deutsche Austauschschüler aus Haltern in Westfalen aufgenommen, die in der Unglücksmaschine hatten zurückkehren wollen. "Die Familien der spanischen Schüler hatten ihre deutschen Gäste am Morgen zum Bahnhof gebracht", sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. "Von dort fuhren sie mit der Bahn zum Flughafen von Barcelona." Die spanischen Schüler stünden wie unter einem Schock. "Wir haben versucht, ihnen Trost zu spenden", sagte der Sprecher.

+++ 17.03 Uhr: NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) für Dienstag und Mittwoch Trauerbeflaggung für alle Dienstgebäude des Landes und der Gemeinden angeordnet. "Damit bringen wir unsere tiefe Betroffenheit über dieses schreckliche Unglück zum Ausdruck", erklärte Jäger. "In Gedanken sind wir bei den Familienangehörigen und Freunden der Opfer."

+++ 17.00 Uhr: Der französische Abgeordnete Christophe Castaner hat als einer der Ersten Eindrücke von der Absturzstelle geschildert. "Das Flugzeug ist total zerstört", schrieb er bei Twitter, die Absturzstelle sei der Horror. Er hatte zuvor die Unfallstelle gemeinsam mit Innenminister Bernard Cazeneuve überflogen. "Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern."

+++ 16.49 Uhr: Erste Bilder der Einsatzkräfte zeigen ein Trümmerlandschaft. Ein Hubschrauber hat die schwer zugängliche Unglücksstelle mittlerweile erreicht. Dabei wurde nach französischen Regierungskreisen festgestellt, dass es keine Überlebenden gibt. "Die Hubschrauber können nicht landen, wir werden auf die Abseil-Technik zurückgreifen", sagte Jean-Paul Bloin von der Gendarmerie in der nahegelegenen Gemeinde Seyne.

Ein Helikopter fliegt über eine Stelle, an der Helfer neben Wrackteilen arbeiten. Quelle: AXPPP/©PHOTOPQR/LA PROVENCE/Duclet Stephane

+++ 16.40 Uhr: Das verunglückte Germanwings-Flugzeug hat einem Augenzeugen zufolge möglicherweise eine Felswand getroffen. Ein Anwohner habe die Trümmer von einem Gebirgspass aus gesehen, berichtete die Zeitung "La Provence". "Von da oben konnte ich die Trümmer sehen. Ich habe keinen Zweifel, dass das Flugzeug gegen die Felswand geprallt ist", zitiert die Zeitung den Einwohner.

+++ 16.34 Uhr: Angesichts des Flugzeugabsturzes wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Australien am Mittwoch der Opfer gedenken. Nach Angaben von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach läuft die Elf von Bundestrainer Joachim Löw im ersten Länderspiel des Jahres in Kaiserslautern mit Trauerflor auf, vor dem Anstoß wird es eine Schweigeminute geben.

+++ 16.29 Uhr: Das Weiße Haus in Washington geht nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. "Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen Zusammenhang mit Terrorismus", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Bernadette Meehan.

+++ 16.20 Uhr: Fußball-Weltmeister Benedikt Höwedes hat sich bestürzt gezeigt. An Bord der Unglücksmaschine waren auch 16 Schüler und zwei Lehrer aus dem westfälischen Haltern. "Jeder weiß, dass ich aus Haltern am See komme und dort bis heute viele Freunde und Verwandte habe", schrieb der Abwehrspieler von Schalke 04 bei Twitter und wünschte "allen Familien und Angehörigen die Kraft dieses zu überstehen". 

+++ 16.17 Uhr: Das abgestürzte Germanwings-Flugzeug ist nach Angaben der Fluggesellschaft mit aktuellster Computertechnik ausgestattet gewesen. Ein Technik-Problem, wie es kürzlich bei einer Lufthansa-Maschine aus derselben Airbus-Familie bekanntgeworden war, sei daher bei dem Unglücksflieger nicht zu erwarten.

+++ 16.05 Uhr: Beim Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sind auch 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern verunglückt. "Wir wissen, dass die Schülergruppe an Bord der Maschine gegangen ist", sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) am Dienstag dem WDR.

+++ 15.57 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck bricht seine Südamerika-Reise wegen des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich ab. Der ab Mittwoch im Rahmen der Reise geplante Staatsbesuch in Uruguay findet nicht statt. "Mit großer Bestürzung habe ich von dem schweren Flugzeugunglück erfahren. Meine Gedanken sind bei den Familienangehörigen und Freunden der vielen Opfer", hatte Gauck zuvor gesagt. 

+++ 15.52 Uhr: In dem französischen Ort Seyne-les-Alpes sind zahlreiche Rettungskräfte eingetroffen. Feuerwehrleute haben damit begonnen, eine Turnhalle als Einsatzzentrum und für die Aufbahrung der Opfer des Germanwings-Absturzes einzurichten.

Quelle: afp

+++ 15.45 Uhr: Der verunglückte Airbus scheint laut eines Experten vor dem Absturz schnell an Höhe verloren haben. Diese zeige die Auswertung von Radardaten, sagte der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt dem Fernsehsender "n-tv". Demnach habe das Flugzeug über einen Zeitraum von rund zehn Minuten Höhe verloren, von etwas über 7000 Metern bis zum Absturz. Dies deute darauf hin, dass es "vielleicht" ein technisches Problem gegeben habe. "Was das aber im Einzelnen ist, da gibt es überhaupt keinen Hinweis." Großbongardt fügte hinzu: "Es ist auffällig und ungewöhnlich, dass bei gutem Wetter ein Flugzeug wie diese A320 in der Reiseflugphase abstürzt."

+++ 15.35 Uhr: Eine für Massenunfälle zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft in Marseille wird den Germanwings-Absturz in Südostfrankreich mit vermutlich 150 Toten untersuchen. Das teilte das Justizministerium in Paris mit.

+++ 15.26 Uhr: An Bord der Unglücksmaschine saß offenbar eine Schülergruppe aus dem nordrhein-westfälischen Haltern. Es sei eine Gruppe von 16 Schülern und zwei Lehrern auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien für die Maschine gebucht gewesen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Dem Stadtsprecher zufolge kamen bereits zahlreiche Haltener zu dem betroffenen Joseph-König-Gymnasium. Dort sei auch bereits eine notfallseelsorgerische Begleitung für die Angehörigen eingerichtet worden. 

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen in Haltern vor dem Joseph-König-Gymnasium. Quelle: Marcel Kusch/dpa

+++ 15.21 Uhr: Französische Gendarmerie hat das Absturzgebiet zwischen Digne und Barcelonnette für den Beginn der Untersuchungen abgeriegelt. Die Absturzstelle liegt auf etwa 1500 Metern Höhe, einige Kilometer von Le Vernet im Blanche-Tal entfernt. Die Gendarmerie hat bestätigt, dass alle Insassen des abgestürzten Airbus tot sind. In dem Alpenort Seyne nahe der Unfallstelle sind mittlerweile zahlreiche Rettungskräfte eingetroffen.

Frazösische Gendarmerie in dem Alpenort Seyne. Quelle: afp

+++ 15.16 Uhr: An Bord des Germanwings-Flugzeugs waren 67 Deutsche. Das sagte Germanwings-Manager Thomas Winkelmann soeben auf einer Pressekonferenz am Flughafen Köln/Bonn. Die Zahl könne sich aber noch ändern, sagte er. Insgesamt waren demnach 150 Menschen an Bord, darunter zwei Babys.

+++ 15.10 Uhr: Die Ursache für den Absturz wird nach Ansicht eines Branchenexperten erst in einigen Wochen endgültig geklärt sein. "Ich denke, dass es einen Monat dauert, bis wir Genaueres über die Unfallursache wissen", sagte Luftfahrt-Analyst Thomas Saquer von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Wartungsmängel bei der Maschine der Lufthansa-Tochter hält Saquer für unwahrscheinlich: "Da macht die Lufthansa keinen Unterschied zwischen den Fliegern der Mutter und denen der Tochtergesellschaft."

+++ 15.05 Uhr: Die Bestürzung über den Absturz in Frankreich ist groß. Die französische Fluglotsen-Gewerkschaft SNCTA hat einen von Mittwoch bis Freitag angekündigten Streik abgesagt. "Wir verschieben unsere Streik-Ankündigung aufgrund der in den Kontrollräumen nach dem Absturz ausgelösten Ängste, vor allem in Aix-en-Provence." Auch die französische Fluglinie Air France zeigte sich betroffen. "Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Passagieren des Fluges Germanwings 4U9525 und deren Familienangehörigen und Freunden", schrieben Konzernchef Alexandre de Juniac und Air-France-Chef Frédéric Gagey bei Twitter. Air France hatte im Juni 2009 ebenfalls einen Airbus verloren. An Bord des Unglücksflugs AF 447 von Rio de Janeiro nach Paris starben 228 Menschen, darunter 28 Deutsche.

+++ 15.00 Uhr: Die Besatzung der Germanwings-Maschine hat entgegen erster Angaben doch kein Notsignal abgesetzt. "Die Besatzung hat kein 'mayday' gesandt", stellte die französische Luftfahrtbehörde DGAC in Paris klar. Vielmehr habe die Luftraumkontrolle beschlossen, Alarm zu schlagen, nachdem es keinerlei Kontakt mehr zu der Besatzung und dem Flugzeug gegeben habe. Zuvor hatten die DGAC und Verkehrs-Staatssekretär Alain Vidalies erklärt, von der Maschine sei um 10.47 Uhr ein Notsignal gesandt worden.

+++ 14.57 Uhr: Bislang gibt es noch keine Aufnahmen von der Absturzstelle in dem schwer zugänglichen, verschneiten Gebiet in den französischen Alpen. Der Unglücksort im Gebirgsmassiv von Estrop liegt in der Region von Barcelonnette.

Ein Google Earth-Screenshot zeigt das Unglücksgebiet in Südfrankreich. Das Flugzeug vom Typ A320 war im Estrop-Massiv rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza abgestürzt. Quelle: Googleearth

+++ 14.52 Uhr: Der Absturz in Südfrankreich ist der erste Totalverlust einer Maschine der Germanwings. Flugzeuge der Lufthansa-Tochter waren in den vergangenen Jahren allenfalls von kleineren Zwischenfällen betroffen. Im Mai 2014 hatte wegen eines ungewöhnlichen Geruchs ein Pilot den Start einer Germanwings Maschine vom Flughafen Cagliari auf Sardinien abgebrochen. Der Airbus der Lufthansa-Tochter kehrte vorsorglich zum Gate zurück. Die 143 Passagiere verließen die Maschinen und flogen mit einem Ersatzflugzeug zum Airport Köln/Bonn. Im Mai 2013 landeten wegen starken Geruchs in Cockpit und Kabine  Germanwings-Piloten eine Maschine aus Sicherheitsgründen außerplanmäßig. Kurz nach dem Start in London kehrten sie zurück, statt planmäßig Stuttgart anzusteuern. Die 141 Insassen verließen den Airbus damals über die Treppen.

+++ 14.48 Uhr: Germanwings hat nach dem Absturz einer ihrer Maschinen rasche Hilfe angekündigt. "Germanwings wird alle Kräfte aufbieten, um allen Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen und ihnen ihr schweres Schicksal zu erleichtern, so gut es irgend geht", sagte Geschäftsführer Oliver Wagner. "Das Geschehene tut uns unendlich leid."

+++ 14.42 Uhr: Die abgestürzte Germanwings-Maschine ist in einem schwer zugänglichen, verschneiten Gebiet in den französischen Alpen zerschellt. Der Unglücksort im Gebirgsmassiv von Estrop sei "für Fahrzeuge nicht zugänglich", sagte Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies in der nordfranzösischen Stadt Lille. Das Gebiet habe aber mit Helikoptern überflogen werden können. Die Wetterbedingungen seien "nicht besonders schlecht", sagte Vidalies. Allerdings gab es Meldungen, dass in dem Gebiet eine Lawine abgegangen sein soll.

+++ 14.35 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich soeben in Berlin vor der Presse geäußert. Sie zeigte sich tief erschüttert von dem Unglück. Zugleich gab sie bekannt, dass sie am Mittwoch in das Unglücksgebiet reisen werde. Derzeit befinden sich bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf dem Weg nach Frankreich.

+++ 14.31 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat sich tief erschüttert über das Flugzeugunglück in den französischen Alpen gezeigt. "Wir sind in Gedanken bei denen, die heute Menschen, die sie lieben, verloren haben", sagte er am Dienstag vor Journalisten in der Frankfurter Unternehmenszentrale. Man werde den Angehörigen jede erdenkliche Hilfe anbieten. Spohr wollte nach eigenen Angaben noch am Dienstag mit Mitgliedern der Bundesregierung zu der Absturzstelle reisen. Er bestätigte noch einmal, dass 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder an Bord der Maschine waren.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Quelle: dpa

+++ 14.28 Uhr: Der Absturz der Germanwings-Maschine hat auch Auswirkungen auf die Börse. Die Aktie des Mutterkonzerns Lufthansa verlor am Dienstag am Handelsplatz in Frankfurt am Main vorübergehend knapp fünf Prozent an Wert, erholte sich aber leicht wieder. Am frühen Nachmittag stand sie bei 13,40 Euro - ein Minus von 2,76 Prozent. Der Kurs der Airbus-Aktie gab kurzzeitig um mehr als zwei Prozent nach und fiel auf 58,75 Euro. Der deutsche Aktienindex Dax reagierte dagegen kaum: Er hielt sich am frühen Dienstagnachmittag nahezu auf Vortagesniveau.

+++ 14.20 Uhr: Auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter drücken Germanwings und Lufthansa ihre Trauer aus. Beide Fluglinien haben ihre Logos auf ihren Seiten auf Schwarz-Weiß umgestellt, statt eines Titelbildes sind nur noch graue Flächen zu sehen. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Germanwings und der Lufthansa sind in tiefer Betroffenheit mit ihren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Freunden der Passagiere und Besatzungsmitglieder", heißt es in einem gemeinsamen Statement.

+++ 14.11 Uhr: Nach dem Absturz des Airbus in Frankreich hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorerst alle anderen Termine abgesagt. Sie werde sich "in den kommenden Stunden über die Entwicklung auf dem Laufenden halten" und sich noch am Dienstag im Bundeskanzleramt gegenüber den Medien äußern, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Kanzlerin sei "tief erschüttert".

+++ 14.07 Uhr: Bei dem Absturz sind ersten Informationen zufolge vermutlich keine Franzosen ums Leben gekommen. Das sagte Staatspräsident François Hollande. Es sei allerdings nicht "absolut sicher", dass es keine französischen Opfer gegeben habe, erklärte Hollande.

+++ 13.59 Uhr: Deutsche Behörden haben bisher keine Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

+++ 13.56 Uhr: Nach dem Absturz eines Germanwings-Airbus über Frankreich hat die Fluglinie eine neue Hotline für Angehörige von Passagieren eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 0800-1133 5577 zu erreichen, wie ein Airline-Sprecher am Dienstag mitteilte.

+++ 13.52 Uhr: Auch der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet: 0800-7766350.

+++ 13.48 Uhr: Die Maschine ist in einem schwer zugänglichen, verschneiten Gebiet in den französischen Alpen zerschellt. Der Unglücksort im Gebirgsmassiv von Estrop sei "für Fahrzeuge nicht zugänglich", sagte Verkehrs-Staatssekretär Alain Vidalies am Dienstag in der nordfranzösischen Stadt Lille. Das Gebiet habe aber mit einem Helikopter überflogen werden können. Airlive.net veröffentlichte unterdessen ein Foto, das aus einem der Helikopter über dem Gebirge gemacht worden sein soll.

+++ 13.43 Uhr: Germanwings hat bestätigt, dass sich 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord der in Südfrankreich abgestürzten Maschine befunden haben. Zunächst war von 142 Passagieren die Rede gewesen.

+++ 13.40 Uhr: Nach dem Absturz hat Germanwings eine Hotline für Angehörige von Passagieren eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 01806-320 320 zu erreichen.

+++ 13.36 Uhr: Nach dem Absturz eines Airbus A320 von Germanwings in Frankreich wollen sich auch deutsche Experten an der Klärung der Ursache beteiligen. Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, sind Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage machen. 

+++ 13.30 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat in einem Telefonat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seinen Beistand zugesichert. Wie der Elysée-Palast weiter mitteilte, begaben sich die deutsche Botschafterin in Paris, Susanne Wasum-Rainer, und Innenminister Bernard Cazeneuve zum Ort des Absturzes. Es sei ein Tag der Trauer, der Tragödie, hatte Hollande zuvor im Fernsehen gesagt.

+++ 13.27 Uhr: Nach Angaben des französischen Verkehrsstaatssekretärs Alain Vidalies gab es gegen 10.47 Uhr ein Notsignal. Das Signal habe gezeigt, dass das Flugzeug auf 5000 Fuß war, "in einer unnormalen Situation". Kurz darauf sei der Absturz passiert. Die Webseite Flightradar24 hatte zuvor bereits entsprechende Daten bei Twitter veröffentlicht.

+++ 13.19 Uhr: Am Flughafen in Düsseldorf sind nach dem Flugzeugabsturz nur wenige wartende Angehörige vor dem Germanwings-Schalter zu sehen. Nach Angaben von Mitarbeitern waren sie bereits in einen von der Öffentlichkeit abgeschirmten Bereich geleitet worden. Notfallseelsorger standen bereit. An den Anzeigetafeln war der Germanwingsflug mit der Nummer 4U9525 aus Barcelona noch ausgewiesen, jedoch ohne nähere Hinweise.

An den Anzeigetafeln war der Germanwingsflug mit der Nummer 4U9525 aus Barcelona noch ausgewiesen, jedoch ohne nähere Hinweise. Quelle: dpa

+++ 13.15 Uhr:  Der Flugzeughersteller Airbus will nach dem Absturz des A320 über Südfrankreich so schnell wie möglich die Situation analysieren. "Wir sind informiert worden und tun alles, um die Situation zu analysieren", sagte eine Airbus-Sprecherin in Hamburg. "Sobald wir mehr Informationen haben, machen wir das bekannt." Der Airbus A320 ist das erfolgreichste Airbus-Modell. Von dem Mittelstrecken-Jet sind weltweit fast 3700 Maschinen im Einsatz.

+++ 13.09 Uhr: In Spanien hat die Regionalregierung Kataloniens einen Krisenstab eingerichtet. Die Vizeregierungschefin der Region, Joana Ortega, werde zum Unglücksort reisen, teilte die Regierung in Barcelona mit.  Das katalanische Innenministerium richtete auf dem Flughafen von Barcelona ein Zentrum ein, das Angehörige von Opfern der Katastrophe betreuen soll.

+++ 13.05 Uhr: Laut spanischen Regierungsquellen sollen 45 Passagiere mit spanischem Namen auf der Passagierliste stehen, berichtet die spanische Tageszeitung "El Mundo". Es bestehe demnach auch die Möglichkeit, dass unter ihnen lateinamerikanische Passagiere sind. Dafür gebe es aber noch keine Bestätigung, hieß es.

+++ 13.00 Uhr: Die Bundesregierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte in Berlin, das Auswärtige Amt stehe „in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. Er sagte: „Dazu kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts sagen."

+++ 12.57 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur hat ein Foto des Unglücks-Airbus veröffentlicht. Die Maschine mit der Registrierung D-AIPX war anfangs für die Lufthansa im Einsatz, später dann für Germanwings.

Das Archivfoto vom 15. April 2014, aufgenommen in Düsseldorf, zeigt den Unglücks-Airbus der Fluggesellschaft Germanwings. Quelle: Dominik Günther/dpa

+++ 12.53 Uhr: Französische Regierungskreise gehen davon aus, dass alle Menschen an Bord der Maschine bei dem Unglück ums Leben gekommen sind. „Es gibt keinen Überlebenden", sagte der für Verkehr zuständige Staatssekretär Alain Vidalies am Dienstag im nordfranzösischen Lille.

+++ 12.48 Uhr: Germanwings hat auf seiner Facebookseite eine Stellungnahme der Lufthansa veröffentlicht: "Wir wissen noch nicht genau, was mit Flug 4U 9525 geschehen ist. Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Crews. Wir tun alles, um so schnell wie möglich weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.“ Die Homepage www.germanwings.com ist derzeit nicht erreichbar.

+++ 12.46 Uhr: Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Krisennummer eingerichtet. Unter 030-5000 3000 können Angehörige Informationen bekommen.

+++12.40 Uhr: Die Webseite flightradar24.com berichtet, die Maschine sei zunächst auf eine Höhe von 38.000 Fuß (etwa 11,5 Kilometer) gestiegen. Der Kontakt riss dann in einer Höhe von 6800 Fuß (etwa 2 Kilometer) ab.

+++ 12.29 Uhr: Der Unglücks-Airbus war mehr als 24 Jahre alt. Nach Informationen der Webseite Airfleets.net war die Maschine vom Typ A320 am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich war der Jet mit 147 Sitzplätzen und der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen "Mannheim" unterwegs. Ihren Jungfernflug hatte sie am 29. November 1990.

+++ 12.25 Uhr: Nach Angaben von Frankreichs Präsident Hollande ist es wahrscheinlich, "dass es eine große Zahl deutscher Opfer gibt".

+++ 12.20 Uhr: Bei dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich sind vermutlich alle Menschen an Bord ums Leben gekommen. "Es gibt wohl keinen Überlebenden", sagte Frankreichs Staatschef François Hollande in Paris. Die Maschine mit vermutlich 148 Insassen war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf und stürzte in den südlichen Alpen in der Region von Barcelonnette ab.

Die Maschine vom Typ A320 hat in Basisausstattung 180 Sitze. Germanwings ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG. Gemeinsam mit der Flotte der Lufthansa-Tochter Eurowings soll sie künftig Direktflüge in ganz Europa anbieten.

Bei dem in Frankreich abgestürzten Airbus A320 handelt es sich nach Angaben der Deutschen Flugsicherung um eine Germanwings-Maschine. Die Maschine sei auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen, teilte die Flugsicherung mit. 142 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder waren demnach an Bord. Die Fluggesellschaft Germanwings teilte mit, selbst noch keine gesicherten Informationen zu haben.

Zur Absturzursache gab es noch keine Informationen, sagte ein Sprecher der Flugsicherung. Der Absturzort liegt in der Nähe Barcelonnette im Département Alpes-de-Haute-Provence. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris seien Trümmer des Flugzeuges gefunden worden. Wie Fligthradar24 berichtet, wurde die Maschine zuletzt gegen 10.40 Uhr deutscher Zeit geortet.

dpa/afp/frs

Mehr zum Thema
Panorama Unglück in den französischen Alpen - 150 Tote bei Absturz von Germanwings-Airbus

Trauer und Entsetzen: Mit 150 Menschen an Bord ist ein Germanwings-Airbus auf dem Weg nach Düsseldorf in den Alpen abgestürzt. Auf der Passagierliste standen 67 Deutsche. Vermutlich hat niemand das Unglück überlebt. Germanwings strich zahlreiche Flüge und versicherte, dass das Flugzeug in einem guten Zustand gewesen sei.

25.03.2015

Nach dem Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen wird auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Australien am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) der Opfer gedenken.

24.03.2015

Was ein lehr- und erlebnisreicher Austauschtrip werden sollte, endete in einer Tragödie: 16 Schüler und zwei Lehrerinnen sind wohl an Bord des in Frankreich abgestürzten Germanwings-Fliegers gestorben.

25.03.2015
23.03.2015
23.03.2015