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Panorama Germanwings-Hinterbliebene wollen klagen
Nachrichten Panorama Germanwings-Hinterbliebene wollen klagen
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12:30 04.03.2016
Die Absturzstelle der Germanwings-Maschine in den französischen Seealpen. Quelle: dpa
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Düsseldorf

Die millionenschwere Zivilklage von Hinterbliebenen des Germanwings-Absturzes wird sich gegen die Flugschule der Lufthansa in Arizona/USA richten. Das hat der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Christof Wellens, der einen großen Teil der Betroffenen vertritt, mitgeteilt. Die US-Kanzlei, die mit der Klage beauftragt sei, werde diese voraussichtlich noch vor dem Jahrestag des Absturzes in diesem Monat bei einem Gericht in Phoenix, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, einreichen.

Beim Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich sind 149 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch viele Deutsche.

In Goodyear nahe Phoenix sitzt die Flugschule für die angehenden Lufthansa-Piloten. Dort sei auch Kopilot Andreas Lubitz ausgebildet worden, der den Ermittlern zufolge die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht hat. "Lubitz hat seine Pilotenausbildung 2009 wegen psychischer Probleme unterbrochen. Aus unserer Sicht hätte er danach keine Fluglizenz bekommen dürfen", sagte Wellens.

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In den USA könnten pro Absturzopfer bis zu fünf Millionen Dollar geltend gemacht werden. Die Ansprüche müssten aber individuell begründet und errechnet werden, sagte Wellens. Es gehe um Schmerzensgeld, wirtschaftliche Verluste, Unterhaltsansprüche, Kosten für die Reisen zu den Gräbern sowie die Kosten für die psychologische Betreuung. Eine Gesamthöhe der Ansprüche nannte Wellens nicht.

Die Germanwings-Maschine war bei dem Flug 4U9525 von Barcelona nach Düsseldorf an einem Berg zerschellt. Die Ermittler halten es für erwiesen, dass der Kopilot das Flugzeug absichtlich auf Crashkurs steuerte. Alle 150 Menschen an Bord starben.

dpa

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