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Panorama Gewerkschaft erinnert an Folgen von Suiziden für Lokführer
Nachrichten Panorama Gewerkschaft erinnert an Folgen von Suiziden für Lokführer
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18:05 12.11.2009
Ein Regionalzug passiert am Bahnübergang in Eilvese mehrere Rettungskräfte am Unfallort, an dem Nationaltorwart Robert Enke am Dienstag gestorben ist. Quelle: ddp
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„Oft werden die Lokomotivführer die Bilder vom Unfall dann jahrelang nicht mehr los, manche überhaupt nicht mehr“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am Donnerstag in Frankfurt am Main.

Die GDL spreche der Familie des verstorbenen Nationaltorwarts Robert Enke ihr tiefes Mitgefühl aus, sagte er. Allerdings seien die Gedanken gleichermaßen bei dem betroffenen Lokomotivführer, der ebenfalls ein Leben lang diesen schrecklichen Unfall verarbeiten müsse.

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Laut Gewerkschaft ereignen sich jährlich weit mehr als 1.000 Eisenbahnunfälle durch Selbstmörder auf deutschen Schienen. Viele betroffene Lokführer litten unter enormen posttraumatischen Belastungen. Etliche könnten ihre berufliche Tätigkeit gar nicht mehr fortsetzen.

Enke hatte sich am Dienstagabend das Leben genommen. Der Kapitän des Bundesligisten Hannover 96 war an der Bahnstrecke Bremen-Hannover in Eilvese bei Neustadt am Rübenberge von einem Zug erfasst und getötet worden. Seine Witwe, Teresa Enke, erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, dass ihr Mann jahrelang unter Depressionen gelitten habe.

ddp