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Panorama Schulzentrum in Hoyerswerda geräumt: Zettel mit Amokdrohung
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Großer Polizeieinsatz an Berufsschule in Hoyerswerda

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20:15 01.10.2019
Hoyerswerda: Im Konrad-Zuse Berufsschulzentrum ist ein Zettel mit der Ankündigung einer Amok-Tat aufgetaucht. Die Polizei ist im Einsatz. Quelle: dpa/RND Montage
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Hoyerswerda

Am Berufsschulzentrum in Hoyerswerda (Sachsen) gab es einen Großeinsatz der Polizei. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Sie sprach von einer "ungeklärten Gefährdungssituation". Der Kripo zufolge wurden alle Schüler unter Polizeischutz aus dem Schulgebäude eskortiert. Das Areal rund um die Schule wurde großräumig abgesperrt. Beamte brachten die Schüler zu einem Sammelpunkt in ein nahe gelegenes Gebäude, ein Kriseninterventionsteam war vor Ort. Mittlerweile ist die Gefahr gebannt und alle Schüler konnten nach Hause gehen.

"Grund für das Aufgebot war ein Schriftstück, auf welchem eine Amoktat angekündigt wurde, welches im Gebäude gefunden wurde", teilte die Polizei mit. Die Schulleitung löste schulintern einen entsprechenden Alarm aus. Schüler und Lehrpersonal schlossen sich zunächst in den Klassenräumen ein und warteten auf das Eintreffen der Beamten. Insgesamt sollen sich rund 900 Personen im Gebäude befunden haben. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Gegen den noch unbekannten Verfasser des Drohschreibens ermittelt die Kriminalpolizei wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat.

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Der Zettel sei im Schulgebäude gefunden worden, so eine Sprecherin. Daraufhin sei der interne Amok-Alarm der Schule ausgelöst und gegen 11.30 Uhr die Polizei alarmiert worden. Beamte brachten Schüler und Lehrer zu einem Sammelpunkt in ein nahe gelegenes Gebäude. Anschließend durften die erwachsenen Schüler nach Hause gehen, die Minderjährigen wurden an ihre Eltern übergeben. Nachdem der Schulkomplex am Nachmittag geräumt war, durchsuchten Spezialkräfte das Gebäude.

Eine verdächtige Person sei nicht festgestellt worden, berichtet die "Sächsische Zeitung". Die Polizei nimmt nun die Ermittlungen aufgrund der Androhung einer Straftat gegen Unbekannt auf. Das Landesamt für Schule und Bildung in Chemnitz lobte die Lehrer und Schüler für ihr besonnenes Handeln. "Die Schulleitung hat alles richtig gemacht", sagte Sprecher Roman Schulz. "Es ist insgesamt alles ruhig abgelaufen." Schulz betonte, derartige Vorfälle seien an den rund 1400 Schulen in Sachsen "zum Glück absolute Ausnahmefälle".

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RND/dpa/seb