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Panorama Hebekran für Bergung des Säuretankers in Position
Nachrichten Panorama Hebekran für Bergung des Säuretankers in Position
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22:07 22.01.2011
Der Kran wurde am Sonnabend in Position gebracht. Quelle: dpa
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Zur Bergung des auf dem Rhein nahe der Loreley gekenterten Säuretankers ist am Samstag ein Kranschiff neben dem Wrack verankert worden. An diesem Sonntag solle auf der anderen Seite des Havaristen ein zweiter Hebekran in Position gebracht werden, um dann Stahlseile unter das Schiff zu ziehen, sagte ein Sprecher des Pressezentrums „Havarie Loreley“ im rheinland- pfälzischen St. Goarshausen. „Dies ist nötig, um das Wrack weiter zu stabilisieren.“ Diese Arbeiten würden wenigstens zwei Tage dauern. Anschließend werde über das weitere Bergungskonzept entschieden. Eine Variante ist, die rund 2400 Tonnen Schwefelsäure abzupumpen.

„Die Bergung des Schiffes ist keine Momentaufnahme, nach vorsichtigen Schätzungen wird das mindestens zwei Wochen dauern“, sagte der Sprecher. Am Morgen hatte ein dritter Hebekran den Unglücksort erreicht. Das Tankmotorschiff war am 13. Januar aus ungeklärter Ursache in der Nähe der Loreley gekentert und liegt jetzt auf der Seite im Fluss. Die Suche nach den seit dem Unglück vermissten zwei Bootsleuten geht weiter. Die Wasserschutzpolizei sei mit Sonargeräten unterwegs, hieß es. Zwei Besatzungsmitglieder waren nach der Havarie lebend aus dem Rhein gerettet worden.

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Das Tankmotorschiff ist mittlerweile an zwei im Flussbett verankerten Pontons befestigt. Direkt am Schiff hat sich eine tiefe Mulde gebildet. Auch am Samstag konnten weiter nach gezielter Aufforderung Schiffe rheinaufwärts die Unglücksstelle passieren. Bis zum Nachmittag waren es den Angaben zufolge etwa 90. „Es gibt keine generelle Freigabe in diese Richtung“, betonte der Sprecher. Rheinabwärts ist nach wie vor der Abschnitt für die Schifffahrt gesperrt. Dies dürfte auch noch zwei Wochen dauern, hieß es.

Am Freitag hatten dem Sprecher zufolge insgesamt 92 Schiffe den Unglücksort passieren können. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen und die Wasserschutzpolizei lobten ausdrücklich die große Disziplin der Schifffahrt.

dpa