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Panorama Hildesheimer Tippgemeinschaft streitet vor Gericht um Lottogewinn
Nachrichten Panorama Hildesheimer Tippgemeinschaft streitet vor Gericht um Lottogewinn
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19:55 27.05.2009
Eine Hildesheimer Tippgemeinschaft streitet um einen Lottogewinn von 1,7 Millionen Euro. Quelle: Nancy Heusel
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Der Glückstreffer von sechs Richtigen im Lotto hat der Tippgemeinschaft nur Streit und nun einen Prozess vor Gericht eingebracht. Im Juli 2008 gewannen die Arbeitskollegen von Bosch in Hildesheim rund 1,7 Millionen Euro bei der Ziehung des „Lotto-Superdings 2008“. Die Freude währte jedoch nicht lange, da zwei sich als alleinige Gewinner sahen und sich ein dritter Kollege ausgebootet fühlte. Die beiden teilten das Geld unter sich auf und behaupteten, der dritte sei an dem Spiel gar nicht beteiligt gewesen. Dieser erstattete daraufhin Strafanzeige gegen seine Kollegen wegen Vorenthaltens seines Anteils. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelte und pfändete schließlich den gesamten Gewinn von den beiden Konten. Zudem klagte sie die beiden Männer wegen Betrugs an.

„Verträge sind auch dann wirksam, wenn sie mündlich zustande gekommen sind“, erklärte Rechtsanwältin Claudia Andrae aus Hannover. Der dritte Kollege müsse beweisen, dass er an der Tippgemeinschaft beteiligt war und ihm deshalb ein Anteil zusteht. Da die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die beiden anderen Kollegen erhoben hat, müsse zumindest ein Anfangsverdacht bestehen.

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Doch die zwei Glückspilze, die kurzfristig schon über ein dickes Bankkonto verfügten, wollen nun ihren Anteil zurück und auch noch einen Schadenersatz für die Pfändung. Einer der beiden hat zudem den dritten Kollegen angezeigt, damit dieser einer Freigabe des Gewinns zustimmt. An diesem Donnerstag muss der Richter in dem Zivilverfahren am Landgericht Hildesheim entscheiden, ob zumindest jeweils ein Drittel des Lottogewinns an die beiden Kollegen ausgezahlt wird.

Ob dem Dritten im Bunde überhaupt ein Anteil zusteht, wird das Amtsgericht Hildesheim in einem späteren Verfahren beurteilen müssen. „Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, schriftliche Verträge zu schließen, weil man dann etwas in der Hand hat“, sagte Rechtsanwältin Andrae. Schließlich kommen bei den jetzigen Verfahren auf die Verfahrensbeteiligten sehr hohe Prozesskosten zu, da es um einen hohen Streitwert geht.

lni