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Panorama Hochwasserscheitel erreicht Sachsen-Anhalt
Nachrichten Panorama Hochwasserscheitel erreicht Sachsen-Anhalt
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08:51 03.10.2010
Quelle: dpa
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Der Scheitel des Hochwassers an der Schwarzen Elster hat in der Nacht zum Sonntag den Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt erreicht. „Die Lage ist unverändert angespannt“, sagte der Sprecher des Landkreises, Ronald Gauert, am Sonntag. Es gelte weiterhin Katastrophenalarm. Mit Tagesanbruch würden die Arbeiten an den Deichen fortgesetzt. Der Druck auf die Deiche sei immer noch hoch.

In Brandenburg gilt an der Schwarzen Elster und an der Pulsnitz im Landkreis Elbe-Elster trotz bereits leicht gesunkener Pegelstände noch immer die Alarmstufe 4. Die Lage sei aber stabil, hieß es beim Katastrophenschutzstab des Innenministeriums. Immer wieder mussten am Samstag Sickerstellen in den Deichen abgesichert werden. Der Pegelstand bei Herzberg sank im Vergleich zum Samstagabend um fünf Zentimeter auf 3,46 Meter.

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Tagelanger Dauerregen hat die Flüsse in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg zum Teil dramatisch anschwellen lassen.

In der Nacht zum Sonntag bereiteten sich die meisten Helfer auf ihren Einsatz am Tag vor. Nur einige wenige kontrollierten die Deiche. Am Sonntag seien dann wieder mehr als 600 Helfer von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr im Einsatz, sagte Gauert. Dann würden auch neue Sandsäcke angeliefert. Bislang seien die Deiche mit etwa 700.000 Sandsäcken verstärkt worden.

Besonderer Schwerpunkt der Arbeiten am Sonntag sei der Deichbruch bei Meuselko, der am Samstag noch nicht wieder geschlossen werden konnte. Mehrere Sickerstellen bei Premsendorf müssten zudem mit oberster Priorität gesichert werden. Der Pegelstand bei Löben lag in der Nacht bei 3,04 Meter, Höchststand waren vor dem Deichbruch etwa 3,35 Meter. „Es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels“, meinte Gauert. Man könne aber noch nicht von Entspannung reden.

Unterdessen schwillt das Hochwasser an der Oder im Osten Brandenburgs weiter an. Im Laufe der kommenden Woche könnten Pegelstände erreicht werden, die Alarmstufe 3 bedeuteten, teilte das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) mit. Aktuell gilt an zwei Pegeln Alarmstufe 2 und an zwei weiteren Alarmstufe 1.

dpa