Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Hunderttausende in Sicherheit gebracht
Nachrichten Panorama Hunderttausende in Sicherheit gebracht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:38 22.06.2010
Hunderttausende Menschen kämpfen gegen die Überschwemmungen in Südchina. Quelle: ap
Anzeige

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete, wurden knapp 70.000 Menschen aus der Region in Sicherheit gebracht. Die Fluten rissen ein rund 400 Meter breites Loch in den Deich. Die Regierung entsandte 800 Soldaten. Sie sollen den etwa 10.000 zivilen und militärischen Rettungskräften dabei helfen, insgesamt mehr als 100.000 Menschen aus dem Gefahrengebiet zu bringen.

Regierungschef Wen Jiabao rief dazu auf, alle erdenklichen Anstrengungen zu unternehmen, um die Flut zu bekämpfen. Bislang wurden nach offiziellen Angaben mindestens 1200 Menschen gerettet. Die Arbeiten kommen jedoch nur langsam voran, da auch die Hauptstraße der Region überschwemmt und durch Erdrutsche gefährdet sei.

Anzeige

Bei den Überschwemmungen durch heftige Regenfälle kamen in China seit dem 13. Juni mindestens 200 Menschen ums Leben. Mehr als 120 Menschen wurden vermisst, wie das Einsatzzentrum des Verwaltungsministeriums in Peking berichtete. Mehr als 25 Millionen Menschen in zehn Provinzen sind betroffen. Rund 1,7 Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Über 195.000 Gebäude wurden zerstört, weitere knapp 570.000 beschädigt.

In einigen Regionen sind es die schwersten Überschwemmungen seit 100 Jahren, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die wirtschaftlichen Schäden wurden auf 29,7 Milliarden Yuan, (3,5 Milliarden Euro), beziffert.

In der Stadt Sanming in der ostchinesischen Provinz Fujian war von „Jahrhundert-Regenfällen“ die Rede, nachdem 225 Millimeter innerhalb von sechs Stunden gemessen worden waren. Allein in Fujian wurden rund 500.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Am schlimmsten betroffen waren die Provinzen Jiangxi, Fujian, Hunan und die Region Guangxi. Eisenbahn- und Straßenverbindungen waren vielerorts unterbrochen. Auch für die nächsten Tage haben Meteorologen heftige Regenfälle angekündigt.

dpa