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Influencerin wegen kurviger Freundin von Pressereise ausgeladen – Follower feiern ihre Reaktion

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12:25 07.06.2019
Dieses Foto von sich und einer Freundin postete die Influencerin Louise Aubery. Quelle: Instagram/mybetter_self
Hannover

Die Französin Louise Aubery (21) führt ein typisches Influencer-Leben. Sie postet Bilder aus dem Urlaub, vom Essen, ihrem Alltag. Mal im Bikini, mal auf dem Roten Teppich. So weit, so gewöhnlich. Doch dazwischen finden sich auch immer wieder andere Fotos: Aubery setzt sich für ein gesundes Körperbild von Frauen ein – und nutzt dafür ihre Reichweite. Rund 245.000 Menschen folgen ihr auf Instagram.

Ein Foto mit klarem Bekenntnis

Dass sie vorgefertigte Schönheitsideale offen hinterfragt, gefiel einem ihrer Kooperationspartner offenbar nicht. Prompt lud er die 21-Jährige von einer Wellness-Reise aus.

Was war passiert?

Kürzlich postete Aubery ein Foto mit einer Freundin. Beide halten darauf ein Schild mit der Aufschrift: „Alle Körper sind gute Körper“. Selbstbewusst lachen beide Frauen in die Kamera. Im Post heißt es weiter: „Der Körper einer Frau ist nicht dazu da, um von euch beurteilt zu werden. Der Körper einer Frau ist nicht dazu da, eure Anforderungen zu erfüllen“. Es müsse Schluss damit sein, Urteile über Körperformen zu fällen, forderte die Influencerin.

Was dann folgte, hatte die junge Frau aus Frankreich nicht erwartet: Ein Reiseveranstalter lud sie von einem für Juni geplanten Wellness-Trip aus. Den Inhalt der Mail teilte Aubery in einer Story – also einem Kurz-Clip – auf Instagram. „Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass unser Kunde aufgrund ihres letzten Instagramposts nicht mehr möchte, dass Sie an der Reise teilnehmen“, stand in der Nachricht. Sie habe sich daraufhin den Post noch einmal angesehen. Womöglich habe sie ja zu aufreizend posiert, zu viel Haut gezeigt. Doch eine befreundete Influencerin durfte weiterhin an der Reise teilnehmen – trotz ähnlicher Fotos mit wenig Bekleidung. Auberys Schlussfolgerung: Es muss an ihrer Freundin liegen.

Influencerin fordert mehr Diversität im Netz

Auf dem Bild steht sie neben einer jungen Frau, ebenfalls Influencerin – aber „curvy“, also mit etwas kräftigerem Körperbau. Aubery vermutet, dass sie deshalb ausgeladen wurde – und wehrte sich. Unter dem Hashtag #onveutduvrai (franz.: „Wir wollen das Echte“) forderte sie die Community auf, möglichst authentische Fotos zu veröffentlichen, solche, die Diversität zeigen. „Wir müssen deutlich machen, dass es uns nervt, nur perfekte Fotos in unserem Feed zu sehen“, so die Französin. „Die Branche funktioniert nicht ohne uns, wir sind der Grund, dass es sie gibt.“

Und Aubery ging noch einen Schritt weiter: Sie kontaktierte andere Influencer, die am Wellness-Trip teilnehmen wollten. Sie konnte sie dazu bewegen, die Veranstaltung zu boykottieren. Am Ende knickte der Reiseveranstalter ein – und sagte das ganze Event ab.

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Von RND

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