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Panorama Innenministerium kritisiert Ordner-Einsatz des Loveparade-Veranstalters
Nachrichten Panorama Innenministerium kritisiert Ordner-Einsatz des Loveparade-Veranstalters
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14:04 02.09.2010
Das nordhrein-westfälische Inneministerium bekräftigt Vorwürfe gegen den Loveparade-Veranstalter Lopavent. Quelle: dpa
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Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat dem Loveparade-Veranstalter Lopavent erneut schwere Versäumnisse vorgeworfen. Vor allem der Einsatz von zu wenigen Ordnern angesichts der drohenden Überfüllung des Rampenkopfes wird in einer schriftlichen Stellungnahme kritisiert. Die Ordnerkapazitäten hätten nicht ausgereicht, bei der drohenden Überfüllung die notwendigen und verbindlich abgesprochenen Maßnahmen umzusetzen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Papier des Ministeriums. Darin werden insgesamt 109 Fragen der Landtagsfraktionen von CDU, FDP und Linke behandelt.

Bemängelt wird unter anderem, dass der Einsatz der sogenannten Pusher und das Mitziehen der Zuschauer durch die Floats eine Pfropfenbildung am Rampenkopf nicht verhindert hätten. Auch Lautsprecherdurchsagen zur besseren Verteilung der Besucher auf dem Gelände habe der Veranstalter nach Erkenntnissen der Polizei nicht durchgeführt. Zudem seien die Schleusen vor den Tunneleingängen von den Ordnern entgegen den Anweisungen des sogenannten Crowd-Managers nicht durchgehend geschlossen worden. Inzwischen eingerichtete polizeiliche Sperren hätten so nicht mehr gehalten werden können.

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Selbstkritisch merkt die Stellungnahme an, dass derzeit keine Erkenntnisse vorliegen, warum die Polizeibeamten an den Schleusen nicht darauf hinwirkten, dass die Ordner die Schleusen durchgängig schlossen. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kommunikationsprobleme hierfür ursächlich waren.“

Am Nachmittag wollte sich im Düsseldorfer Landtag der Innenausschuss erneut mit der Loveparade-Katastrophe beschäftigen. Dazu wird unter anderem der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) erwartet.

dpa