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Panorama Jede dritte Lichterkette ist gefährlich
Nachrichten Panorama Jede dritte Lichterkette ist gefährlich
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20:54 02.12.2009
Lichterketten sehen schön aus, können aber brandgefährlich sein. Quelle: afp

Die EU-Kommission fand heraus, dass von 30 Prozent der Lichterketten ein unmittelbares Brand- oder Stromschlagrisiko ausgeht. In Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Slowenien und der Slowakei nahmen die Behörden insgesamt 196 Produkte aller Preiskategorien unter die Lupe. 20 Kriterien musste jede Kette erfüllen – manche erfüllten nahezu keine. Die meisten erhielten in vier bis sieben Kriterien die Note „mangelhaft“. 41 Prozent der geprüften Produkte stammen aus China.

„Verbraucher suchen beim Weihnachtseinkauf preiswerte Vielfalt – aber nicht auf Kosten der Sicherheit“, empörte sich EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva in Brüssel. Am häufigsten beanstandeten die Prüfer die Isolierung der Kabel. In 28 Prozent der Fälle war die Verbindungsschnur nur mangelhaft isoliert – was zu Stromschlägen führen kann. Auch Überhitzung und Brandgefahr diagnostizierten die Behörden. Diesen schwerwiegenden Mangel wiesen 23 Prozent der untersuchten Ketten auf. Ursache: Die Drähte für den durchfließenden Strom waren viel zu dünn. Bei nahezu 15 Prozent der geprüften Produkte war zudem die technische Kennzeichnung falsch, bei 41 Prozent der Proben fehlten Warnhinweise. Eine Gebrauchsanweisung suchten die Prüfer bei 35 Prozent der Ketten vergeblich.

Die schlechten Ergebnisse treten jedoch nicht in allen der fünf teilnehmenden Mitgliedsstaaten gleich häufig auf. In Deutschland verkaufte Ware schnitt sehr schlecht ab. Von 62 untersuchten Lichterketten waren nur elf Prozent unauffällig. Bei 16 Prozent hingegen stellte das für die Tests verantwortliche Münchener Landesinstitut für Arbeitsschutz und Produktsicherheit schwerste Sicherheitsmängel fest. Die miesesten Noten bekam Ungarn. Dort wiesen über 95 Prozent der Lichterketten schwerwiegende Risiken auf. Am sichersten brennen die Ketten in den Niederlanden. Lediglich 56 Prozent der Produkte hatten Mängel. Nach Angaben der EU-Kommission rührt dies daher, dass die Niederlande bereits seit acht Jahren ihr Marktsegment überwachen und gefährliche Ketten aus dem Verkehr ziehen.

„Der vorliegende Bericht muss uns aufrütteln“, sagte Kuneva. Die Bulgarin forderte die Mitgliedsstaaten auf, Schlupflöcher zu stopfen. Den Verbrauchern riet sie: „Seien wir wachsam, aktiv und risikobewusst, dann können wir alle eine sichere und fröhliche Weihnachtszeit verbringen.“

Der TÜV Rheinland empfiehlt, Ware nur aus sicheren Quellen zu kaufen. Der Hersteller muss mit Namen und Adresse auf der Verpackung stehen. Außerdem sollte der Käufer nur Produkte mit Sicherheitshinweisen in deutscher Sprache kaufen und auf Prüfsiegel wie „geprüfte Sicherheit“ achten. Vorzugsweise entscheiden sich Käufer für Ketten mit Transformator – sie reduzieren die Steckdosenspannung. Ketten für Innenräume sollten nicht im Freien aufgehängt werden. Produkte für draußen erkennt man am Kürzel IP 44 oder am Symbol „Wassertropfen im Dreieck“. Defekte Ketten entsorgt man am besten sofort. Geht ein Einzellämpchen kaputt, rät der TÜV zum Austausch, da sich sonst die übrigen stärker erwärmen können.

Von Hanna Roth

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