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Panorama Kachelmann will 13.000 Euro von Ex-Geliebter
Nachrichten Panorama Kachelmann will 13.000 Euro von Ex-Geliebter
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14:41 30.10.2013
Wiedersehen vor Gericht: Jörg Kachelmann und Claudia D. Quelle: dpa
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Frankfurt

Im Schadenersatzprozess von TV-Moderator Jörg Kachelmann gegen seine Ex-Geliebte hat das Frankfurter Landgericht die Öffentlichkeit kurz nach Verhandlungsbeginn ausgeschlossen. Es sei eine persönliche Anhörung der Parteien vorgesehen, dabei könnten auch "absolut geschützte Dinge aus der Intimsphäre" zur Sprache kommen, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch.

Kachelmann erschien in Begleitung seiner drei Anwälte. Die Beklagte Claudia D. kam zusammen mit einem Anwalt. In einem Strafverfahren war Kachelmann 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden, jetzt will er zivilrechtlich Schadenersatz. Kachelmann wollte sich am Mittwoch zu dem Verfahren nicht äußern. Auf die Frage, warum er den Prozess führe, antwortete er nur: "Raten Sie mal!" Der Anwalt von Claudia D., Manfred Zipper, hatte vor Verhandlungsbeginn gesagt, dass keine neuen Anhaltspunkte für eine angebliche Lüge seiner Mandantin gebe. "Es gibt nichts Neues, was nicht schon im Strafprozess vorgelegt worden ist."

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Das Landgericht Mannheim hatte Kachelmann im Strafverfahren nach mehr als 40 Verhandlungstagen im Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen, weil auch nach der umfangreichen Beweisaufnahme nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, was in der angeblichen Tatnacht geschehen ist. Das Gericht hatte jedoch auch betont, dies sei "nicht mit dem Nachweis einer intentionalen Falschaussage" der Ex-Geliebten verbunden. In dem Frankfurter Zivilverfahren sind zwei Versuche der gütlichen Einigung gescheitert.

Der Fernsehmoderator fordert mehr als 13.000 Euro Schadenersatz von seiner Ex-Geliebten für Gutachten, mit denen er sich im Strafprozess verteidigt hatte. In der Klageschrift argumentiert Kachelmanns Anwältin, Claudia D. habe den Wetterexperten zu Unrecht beschuldigt, um ihn verhaften zu lassen. Deshalb habe sie ihm den daraus resultierenden Schaden zu ersetzen. Sollte Kachelmann Erfolg haben, könnten weitere Forderungen auf seine Ex-Geliebte zukommen. Anders als im Strafprozess liegt die Beweislast nun allerdings bei Kachelmann: Er muss darlegen und beweisen, dass Claudia D. die Unwahrheit gesagt hat.

dpa

30.10.2013
30.10.2013
Dirk Schmaler 29.10.2013