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Junge (15) kritisiert „Hakenkreuz“-Ständer bei Kik – und bekommt Hausverbot

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09:23 23.05.2019
Stein des Anstoßes: Ein Kreuzwinkelständer bei Kik. Quelle: Jared Preston / CC BY-SA 3.0
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Berlin

Es ist nicht das erste Mal, dass die hakenkreuzförmigen Kleiderständer des Textildiscounters Kik für Aufregung sorgen. Doch jetzt soll ein 15-Jähriger aus Berlin Hausverbot erhalten haben, weil er eine Mitarbeiterin auf die Analogie zwischen den Kreuzwinkelständern des Discounters und dem Hakenkreuz-Symbol angesprochen haben soll. Der Vorfall lässt die Diskussionen im Internet wieder aufflammen.

Wie „Der Tagesspiegel“ berichtet, war der 15-Jährige vergangenen Samstag mit Freunden in der Kik-Filiale im Berliner Ring-Center unterwegs. Dort soll er eine Kassierin auf den Hakenkreuz-Ständer angesprochen haben. Doch anstatt sich der Kritik zu stellen, soll die Angestellte eine Störung im Betriebsablauf gesehen haben, woraufhin ihm der Sicherheitsdienst Hausverbot erteilte.

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Kik findet die Kreuzwinkelständer „einfach praktisch“

Der Textildiscounter kann den Vorfall nicht bestätigen. „Keine der Mitarbeiterinnen in der Kik Filiale im Ring Center hat an dem Samstag ein Hausverbot verhängt“, so eine Pressesprecherin gegenüber dem „RND“. Allerdings sollen mehrere Jugendliche in verschiedenen Läden störend aufgefallen seien. Nachdem sie anfingen, im Center Fußball zu spielen, sollen sie aufgefordert worden sein, das Gebäude zu verlassen.

Zu den Kreuzwinkelständer schreibt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite: „Als Unternehmen mit Mitarbeitern aus über 60 Nationen und Filialen in 9 Ländern distanzieren wir uns selbstverständlich von jeglicher Art der Fremdenfeindlichkeit. Die Form unserer Kleiderständer hat für uns keinerlei politische Bedeutung, sondern ist einfach nur sehr praktisch“.

Im Netz wird über die Ständer diskutiert

Praktisch oder fremdenfeindlich? In den sozialen Medien wird über Kik und die Hakenkreuz-Ständer diskutiert. „Man kann das auch übertreiben. Diese Dinger sind einfach funktionell. Man kann überall was rein deuten“, schreibt ein User. Ein anderer findet: „Vielleicht sollte er stolz darauf sein! Bei solch einer Beschwerde Hausverbot zu bekommen ist doch ein Signal für die Haltung des Ladens. Will man dort noch einkaufen?“

Von RND/mat