Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Kein Kopftuchfoto für "Spaghettimonster"-Kirche
Nachrichten Panorama Kein Kopftuchfoto für "Spaghettimonster"-Kirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 13.11.2015
Rüdiger Weida, Gründer der "Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters", darf auf Passfotos kein Piratenkopftuch tragen. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Sie beten das "Fliegende Nudelmonster" an und halten sich für Piraten, denn die seien das auserwählte Volk. Doch vor Gericht musste der Satire-Verein "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland" von Rüdiger Weida jetzt eine Niederlage einstecken, denn das Gericht fand ihr neustes Begehr gar nicht witzig. Weida war gegen die brandenburgische Stadt Templin vor Gericht gezogen, weil die Behörden es ihm verboten hatten, auf Passfotos für den Personalausweis ein Piratenkopftuch zu tragen.

Weida rechtfertigte die Klage mit der im Grundgesetz vorgeschriebenen Gleichbehandlung von Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften, denn seine Kirche sei eine Weltanschauungsgemeinschaft. Das Verwaltungsgericht Potsdam sah allerdings doch einen Unterschied: Der Spaß-Kirche fehle ein "eigener weltanschaulicher Erklärungsansatz", heißt es in der Urteilsbegründung. Der Verein ist vielmehr eine "parodistisch-kritische Auseinandersetzung" mit allen anderen Religionen.

Deshalb gelten für den 64 Jahre alten Kläger und seine Glaubensbrüder und - schwestern dieselben Pflichten wie für alle nichtstrenggläubigen Antragsteller: Das Kopftuch muss runter, bevor die Kamera klickt. Daran wird Weida sich auch halten müssen, denn eine Berufung beim Oberlandesgericht schloss das Verwaltungsgericht aus.

dpa

Mehr zum Thema

Weil sie lesbisch sind und das Kind bei einem heterosexuellen Paar besser aufgehoben sei, entzog ein Richter zwei Frauen ihr einjähriges Pflegekind. Der Fall sorgt für große Empörung.

13.11.2015

Fast vier Jahrzehnte nach einem spektakulären Raubüberfall auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen ist ein 80-jähriger Mafioso freigesprochen worden. Damals erbeutetes Bargeld und Schmuck im Wert etwa 20 Millionen Dollar sind bis heute verschwunden.

13.11.2015
Panorama Vermieterin verliert vor Gericht - Mann darf weiter im Stehen pinkeln

Weil ein Mieter durch das Urinieren im Stehen den Marmorfußboden zerstört hatte, behielt die Vermieterin fast 2000 Euro von der Mietkauton ein. Aber Stehpinkler können aufatmen: Der Mann zog vor Gericht - und gewann.

13.11.2015
13.11.2015
13.11.2015
Panorama Vor Test gegen Frankreich - Bombendrohung gegen Hotel der DFB-Elf
13.11.2015