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Panorama Klimahausbetreiber gründen Stiftung
Nachrichten Panorama Klimahausbetreiber gründen Stiftung
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09:59 13.12.2009
Ein Besucher des Klimahauses in Bremerhaven schaut sich das Modell der Sahelzone in Niger an. Die nachgebildete Halbwüste und das Thema Wasser sind Teil der Wissens- und Erlebniswelt „Klimahaus 8 Grad Ost“.
Ein Besucher des Klimahauses in Bremerhaven schaut sich das Modell der Sahelzone in Niger an. Die nachgebildete Halbwüste und das Thema Wasser sind Teil der Wissens- und Erlebniswelt „Klimahaus 8 Grad Ost“. Quelle: lni (Archiv)
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Die Betreiber des Klimahauses in Bremerhaven haben eine Stiftung gegründet und wollen künftig im In- und Ausland unter anderem Schulprojekte unterstützen. „Der Zweck ist die Aufklärung über die Bedeutung des Klimas für die Menschheit“, sagte der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, Arne Dunker. Die Idee zu der Deutschen Klimastiftung sei bereits 2008 entstanden. Die Industrie habe zum Beispiel angefragt, wie man die Aufklärung zu diesem Thema vorantreiben könne. „Aus eigener Kraft haben wir 300.000 Euro Stiftungskapital eingestellt“, sagte Dunker.

Es gebe aber bereits Zusagen für weitere Mittel von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, um Projekte anzuschieben. „Im Vordergrund steht die Bildungsarbeit mit jungen Menschen, aber auch für die allgemeine Öffentlichkeit“, sagte Dunker. Die Menschen müssten die Zusammenhänge verstehen und lernen, was sie selbst für das Klima tun könnten.

Das Klimahaus öffnete Ende Juni. Besucher können sich auf knapp 12.000 Quadratmetern auf eine Reise durch die Klimazonen entlang des 8. Längengrades begeben. Sie werden unter anderem zu einer Alm in der Schweiz geführt, nach Sardinien, in die Halbwüste Sahelzone, nach Kamerun, Samoa, in die Antarktis, nach Alaska und ins Wattenmeer. Die Stiftung der Betriebsgesellschaft wurde formal im November eingetragen.

„Wir werden uns an den Stationen des Klimahauses orientieren, dort haben wir Kontakte“, sagte Dunker. Für 2010 sei zunächst eine Wanderausstellung für Schulen in Deutschland geplant. Außerdem sollten Fachleute die Lehrer bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Schau solle rund drei Wochen dauern. Zehn bis zwölf Schulen könnten so jedes Jahr erreicht werden.

Langfristig soll es auch Projekte im Ausland geben. „Die Stiftung wird sich über Jahrzehnte ausrichten und mit Partnern vor Ort Projekte realisieren“, sagte Dunker. Geplant seien unter anderem Schulprojekte in Niger. Dort wüssten die Menschen gar nicht mehr, wie man Brunnen baut oder gewisse Pflanzen kultiviert.

Dunker setzt darauf, dass vom Klimagipfel in Kopenhagen ein entscheidender Impuls ausgeht. „Ich hoffe, dass es ein realistisches Signal gibt. Die Nationen müssen erkennen, dass es fünf vor zwölf ist.“ Es werde auf die Schlüsselstaaten wie die USA, China und auch die EU ankommen. Sie müssten den Schwellenländern aber auch die Chance geben, sich entwickeln zu können. Dunker ist sich sicher, dass es zu einem Kompromiss kommen werde.

lni