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Panorama Kölner Täter soll Gasflaschen mit Metallkugeln präpariert haben
Nachrichten Panorama Kölner Täter soll Gasflaschen mit Metallkugeln präpariert haben
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16:37 16.10.2018
Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor der Apotheke am Kölner Hauptbahnhof. Quelle: imago/Reichwein
Köln

Nach der gestrigen Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof haben die Kölner Polizei und die Staatsanwaltschaft neue Informationen über die Tat bekanntgeben. Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen 55-Jährigen, der 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen sein soll. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und Geiselnahme erlassen. Er schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Geiselnehmer nicht vor, sich mit der Frau in der Apotheke zu verschanzen. „Der eigentliche Tatplan war die Brandlegung im McDonalds“, sagte Klaus-Stephan Becker, der Chef der Kölner Kripo, am Dienstag in Köln. Die Geisel sei wahrscheinlich „ein Zufallsopfer“ gewesen. Derzeit wird geprüft, ob die Bundesanwaltschaft die weiteren Ermittlungen übernimmt.

In einer Apotheke am Kölner Hauptbahnhof hat es am Montag eine Geiselnahme gegeben.

Der Mann hatte in der McDonalds-Filiale am Montagnachmittag einen Brandsatz gezündet. Eine 14-Jährige hatte dabei schwere Verletzungen erlitten. Im Anschluss stürmte der Täter eine Apotheke und nahm eine Angestellte als Geisel. Das SEK konnte den Mann schließlich überwältigen.

Bei der Durchsuchung seiner Unterkunft haben die Ermittler bislang keine Bekenntnisse zum IS gefunden, hieß es weiter. Schriftzeichen an den Wänden hätten zwar einen intensiven muslimischen Bezug, aber keine konkret islamistischen Bekenntnisse zum sogenannten Islamischen Staat, sagte der Leitende Kriminaldirektor Klaus-Stephan Becker. Derzeit würden weitere Datenträger ausgewertet. Außerdem sei in der Wohnung noch mehr Benzin gefunden worden. Außerdem ist unklar, ob es noch weitere Mittäter gibt.

Zu den genauen Plänen und dem Tatmotiv des Mannes hat die Polizei bisher keine detaillierteren Angaben gemacht. Dies sei weiterhin Teil der Ermittlungen.

Von RND/mkr/dpa

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