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Panorama Kuh übertritt EU-Grenze und soll dafür sterben
Nachrichten Panorama Kuh übertritt EU-Grenze und soll dafür sterben
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12:31 04.06.2018
Die bulgarische Kuh Penka riss aus und überschritt dabei die Grenze nach Serbien. Dafür soll das trächtige Rind nun mit dem Leben bezahlen. Quelle: dpa
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Kopilowtsi


Eine Kuh soll sterben, weil sie unerlaubt die Grenze zu einem Nicht-EU-Land überschritt. Was klingt wie eine fiktive Übertreibung ist bittere Realität, passiert Mitte Mai an der Grenze zwischen Bulgarien und Serbien, wie die „Welt“ zuerst berichtete.

Die im sechsten Monat trächtige Kuh Penka war demnach mit ihrer Herde vor gut zwei Wochen in der Nähe des bulgarischen Dorfes Kopilowtsi unterwegs, unweit der Grenze zu Serbien. Dabei riss sie nach Angaben ihres Besitzers aus und überschritt die Grenze nach Serbien, das anders als Bulgarien nicht Mitglieder der EU ist. Dort entdeckte ein Landwirt das verirrte Rind und konnte sie aufgrund ihrer Markierung dem bulgarischen Besitzer zuordnen.

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Sofortige Tötung wegen Grenzübertritt

Nachdem Penka wieder Zuhause war, folgte der Schock für den Besitzer: Die bulgarische Regierung forderte die sofortige Tötung des Tieres, denn eine Rückführung aus dem Nicht-EU-Land wieder hinein sei nicht erlaubt. Auch ein Gutachten, das dem Rind eine einwandfreie Gesundheit bestätigte, sollte an der Entscheidung nichts ändern.

Laut „Welt“-Informationen erreichten zwar zahlreiche Gnadengesuche die Regierung, die Entscheidung aber stünde weiterhin fest, den Behörden seien die Hände gebunden. „Wir setzen nur europäische Regeln um“, heißt es aus bulgarischen Behördenkreisen.

EU-Kommission verteidigt Entscheidung

Rückendeckung bekommt Bulgarien in der Entscheidung auch von der EU-Kommission: „Potenzielle Vergiftungen oder Krankheiten vor Ort können nicht ausgeschlossen werden, denn es benötigt manchmal Zeit, bis sie ausbrechen. Man kann nicht am ersten Tag feststellen, ob eine Kuh gesund ist, und jene Berichte, die verlautbarten, die Kuh sei gesund, spiegeln nicht notwendigerweise die Realität wider“, sagte eine Sprecherin der „Welt“.

Da es in der Vergangenheit bereits Vorfälle gab, bei denen importierte Tiere Krankheiten auslösten, seien die Gesetze zum Verbraucherschutz sehr streng geworden. Das Gesetz sei zum Schutz für den Menschen gedacht. Für Kuh Penka gibt es keine Ausnahmeregelung.

Von RND/lf