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Panorama Landung der Discovery wegen schlechten Wetters verschoben
Nachrichten Panorama Landung der Discovery wegen schlechten Wetters verschoben
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09:28 11.09.2009
Zu dichte Wolken liegen über dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral.
Zu dichte Wolken liegen über dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral. Quelle: afp
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Flugdirektor Richard Jones musste zwei Landeversuche um 1.05 Uhr beziehungsweise 2.40 Uhr absagen. Das Wetter im Bereich der Landebahn Nummer 15 auf dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral (Florida) sei „zu instabil“ gewesen, um den Shuttle nach Hause zu holen, begründete er seine Entscheidung. Zuerst bereiteten starke Winde von mehr als 17 Knoten den NASA-Experten Sorgen, dann drohte es auch noch zu regnen. Da es keine dritte Möglichkeit gab, wurde die Landung um einen Tag verschoben.

Jetzt soll in der Nacht zum Samstag deutscher Zeit ein neuer Anlauf genommen werden. In Cape Canaveral gibt es voraussichtlich zwei Möglichkeiten. Die erste eröffnet sich um 23.48 Uhr, die zweite am Samstagmorgen um 1.23 Uhr. Als Ausweichf lughafen steht im Bedarfsfall die Luftwaffenbasis in Edwards (Kalifornien) zur Verfügung. Doch die NASA versucht immer, die Shuttles in Florida landen zu lassen. Damit spart sie die Millionen-Kosten für den Rücktransport des Orbiters zum Startplatz und auch viel Zeit für dessen Vorbereitung auf die nächste Mission.

„Discovery“-Kommandant Rick Sturckow hatte vor dem ersten Landeversuch ein Manöver fliegen müssen, um einem Stück Weltraumschrott auszuweichen. Dessen Herkunft konnte bisher nicht geklärt werden. Möglicherweise handelte es sich um einen Gegenstand, der aus der offenen Ladebucht gefallen war, in der sich zweieinhalb Tonnen Forschungsergebnisse, ausrangierte Ausrüstungen und Abfälle aus der Station befinden. Nach NASA-Angaben ist nur klar, dass er nicht vom Hitzeschild der Fähre stammt.

Die Raumfähre, die am 29. August gestartet war, hatte am Dienstagabend nach gut einwöchigem Gemeinschaftsflug wieder von der ISS abgelegt. Die siebenköpfige Besatzung, darunter auch der schwedische ESA-Astronaut Christer Fuglesang, hatte rund 7,5 Tonnen Nachschub zur Station gebracht. Darunter befanden sich Lebensmittel, wissenschaftliche Geräte, ein Tiefkühlschrank für biologische Muster, ein Luftaufbereitungssystem, ein Laufband für das Fitnesstraining und neue Schlafkabinen für das japanische KIBO-Modul.

ddp

10.09.2009