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Panorama Lastwagen rammt voll besetzten Schulbus in Gummersbach
Nachrichten Panorama Lastwagen rammt voll besetzten Schulbus in Gummersbach
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20:15 06.05.2011
Ein voll besetzter Schulbus ist in Gummersbach frontal mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Quelle: dpa
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Die Fahrt zur Schule wurde zum Alptraum: Ein Schulbus mit 40 Kindern und Jugendlichen ist am Freitagmorgen in Gummersbach bei Köln frontal mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Beide Fahrer erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Sieben Kinder wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die anderen Schüler im Alter von neun bis 17 Jahren kamen mit einem leichten Schock oder kleineren Blessuren davon, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Großaufgebot von rund 200 Rettungskräften war im Einsatz.

Der Unfall ereignete sich um 7.35 Uhr vor Unterrichtsbeginn. Der Bus hatte die Schüler in umliegenden Ortschaften abgeholt und sollte sie zu einer Waldorfschule bringen. In einer Kurve kam dem Bus plötzlich auf seiner Fahrspur der Lastwagen entgegen. Bei dem heftigen Aufprall wurden die Vorderteile der beiden Fahrzeuge völlig zerstört. Die Unfallursache war zunächst unklar. Ein Sachverständiger soll klären, warum der 68 Jahre alte Lastwagenfahrer auf die Gegenfahrbahn geriet.

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Als die ersten Feuerwehrleute am Unfallort eintrafen, bot sich ihnen ein chaotisches Bild: “Überall weinten Kinder und riefen: „Ich will hier weg““, sagte Einsatzleiter Frank-Peter Twilling. „Wir mussten den Busfahrer mit schwerem hydraulischen Gerät und einer Rettungsschere aus dem Wrack befreien.“ Ein Hubschrauber flog den 44-Jährigen in ein Krankenhaus.

Den Lastwagenfahrer hätten zuvor Mitarbeiter einer benachbarten Stahlfabrik aus seinem Führerhaus geborgen, berichtete Twilling. „Es ist ganz toll, wie die Firmenmitarbeiter gehandelt haben. Sie haben auch bei mehreren Kindern Erste Hilfe geleistet und uns Räume zur Verfügung gestellt.“

In einer Fabrikhalle untersuchten Notärzte alle Kinder und Jugendlichen. Auch sechs Notfallseelsorger waren im Einsatz. Sie betreuten die geschockten Schüler, die nach und nach von ihren Eltern abgeholt und nach Hause gebracht wurden.

Der Oberbergische Kreis hatte unmittelbar nach dem Unfall eine Hotline für besorgte Angehörige eingerichtet. „Die Leitungen glühten“, sagte ein Sprecher.

Stunden später luden zwei Kräne die Unfallfahrzeuge auf Tieflader und transportierten sie ab. Der Bus und der Lastwagen werden nun von Spezialisten untersucht.

dpa