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Panorama Lehrer warnten sich per Handy vor Angreifer
Nachrichten Panorama Lehrer warnten sich per Handy vor Angreifer
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11:26 21.02.2010
Der 23-jährige Florian K. hatte seinen Ex-Lehrer am Donnerstag durch einen Messerstich ins Herz getötet. Quelle: dpa
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Bei dem tödlichen Angriff eines Ex-Schülers auf seinen früheren Lehrer in Ludwigshafen hat ein internes Handy-Alarmsystem womöglich weitere Opfer verhindert. Wie der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatte ein Lehrer den Alarm ausgelöst, als er vergangenen Donnerstag seinen durch Messerstiche tödlich verletzten Kollegen auf einer Schultreppe entdeckt hatte. Das automatische Alarmsignal war daraufhin auf die Privathandys der anderen Pädagogen im Berufsschulzentrum gesendet worden, um sie vor einem möglichen Amokläufer zu warnen.

Ein Lehrer ist in einer Berufsschule in Ludwigshafen getötet worden. Ein 23-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter widerstandslos festgenommen. Er soll mehrere Lehrer angegriffen haben. Weitere Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Die Anschaffung eines solchen Systems war der Schule 2009 von der Polizei empfohlen worden. Da die Spezial-Handys noch nicht lieferbar gewesen seien, hätten die Techniklehrer der Schule ein eigenes Warnsystem für ihre Privathandys entwickelt, berichtete der Ludwigshafener Bürgermeister Wilhelm Zeiser laut „Spiegel“. Durch die Warnung sei es offenbar gelungen, den Täter nach seiner Bluttat im Schulgebäude weitgehend zu isolieren, bis er dort von Polizeibeamten gestellt werden konnte. Der 23-jährige Florian K. hatte seinen Ex-Lehrer B. durch einen Messerstich ins Herz getötet. Nach seiner Verhaftung sagte er aus, er habe noch weitere Lehrer angreifen wollen.

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afp

21.02.2010
Dirk Schmaler 21.02.2010