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Panorama Luxusauto-Rallye ausgebremst: Teilnehmer fahren Bus
Nachrichten Panorama Luxusauto-Rallye ausgebremst: Teilnehmer fahren Bus
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16:14 02.05.2010
Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)
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Die Rallyefahrer waren unterwegs in Richtung Dänemark und stiegen daraufhin in einen Bus um. Ihre teuren Wagen wurden auf zahlreiche Autotransporter geladen, die dann ganz vorschriftsmäßig über die Landstraßen Richtung Norden tuckerten.

Zwei Lamborghinis und ein Ferrari, beklebt mit Startnummern und Rennemblemen, wurden auf der A30 bei Bad Bentheim bereits an der Grenze wieder in die Niederlande zurückgeschickt. Die Wagen gehörten Besitzern aus Großbritannien und den Arabischen Emiraten, berichtete die Polizei in Lingen. Die Fahrer erklärten den Beamten zwar, dass sich nicht an dem Rennen teilnehmen würden, sondern nur „Richtung Dänemark durch Deutschland fahren“ wollten. Die Polizei begleitete die drei Wagen aber nach eingehender Überprüfung trotzdem wieder in die Niederlande zurück.

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Weitere Rallye-Teilnehmer versuchten dann erst gar nicht mehr, die Grenze zu passieren. Die Organisatoren des Rennens hatten mit den Polizeikontrollen aber offenbar gerechnet, denn das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hatte die Fahrt auf deutschen Straßen untersagt. Die Richter urteilten, dass es sich bei der Rallye um ein illegales Rennen handelt.

Die Teilnehmer der „Gumball 3000“-Rallye waren am Sonnabend in London gestartet. Ihre Route führte über Amsterdam durch Deutschland Richtung Kopenhagen und Stockholm. Dann geht es per Flugzeug nach Quebec und Toronto, bevor das Rennen in New York endet. Angemeldet als Teilnehmer sind auch diverse Promis, in diesem Jahr unter anderem der US-Schauspieler David Hasselhoff. Wer dabei sein möchte, muss aber tief in die Tasche greifen: Die Gebühr für zwei Personen und ein Fahrzeug liegt bei rund 30.000 Euro.

In den vergangenen Jahren waren die Rallye-Teilnehmer regelmäßig von der Polizei wegen Geschwindigkeitsverstößen gestoppt worden. 2007 hatte sich auf der Strecke durch Mazedonien ein schwerer Unfall ereignet. Ein 67 Jahre alter Mann war von einem Teilnehmer angefahren worden und gestorben. Daraufhin war das Rennen abgebrochen worden.

dpa