Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Mann stirbt nach Selbstverbrennung in Washington
Nachrichten Panorama Mann stirbt nach Selbstverbrennung in Washington
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:51 05.10.2013
Ermittler untersuchen in Washington den Schauplatz der Selbstverbrennung in Sichtweite des Capitols. Quelle: Reuters
Anzeige
Washington

Zum zweiten Mal in einer Woche erschüttert ein tödlicher Zwischenfall die US-Hauptstadt: Mitten im Zentrum von Washington hat sich ein Mann mit Benzin übergossen und angezündet. Er starb an den Folgen seiner schweren Verbrennungen in der Nacht zum Samstag (Ortszeit), wie die Polizei der „Washington Post“ bestätigte.

Auf der Parkpromenade National Mall, an der viele bekannte Museen und Denkmäler liegen, hatte der Mann am Freitag einen Benzinkanister genommen, sich übergossen und sich selbst in Brand gesteckt. Ein vorbeikommender Jogger habe sich das T-Shirt vom Leib gerissen und versucht, die Flammen zu ersticken, hieß es. Mehrere Passanten eilten ihm zu Hilfe. In der Luft lag einer Augenzeugin zufolge ein starker Geruch von verbranntem Fleisch.

Anzeige

Als das Feuer erstickt war, sei der verbrannte Mann noch bei Bewusstsein gewesen und habe geatmet, sagte eine Sprecherin der Polizei. Er habe sich noch bei einem seiner Helfer bedankt, berichtete eine Joggerin. Dutzende Polizeiwagen eilten herbei. Sanitäter flogen den Verletzten ins Krankenhaus, doch jede notärztliche Hilfe kam zu spät.

DNA-Proben sollen nun die Herkunft des Mannes klären, der wegen schwerer Verbrennungen zunächst nicht identifiziert werden konnte. Am Samstag rätselten die Ermittler zunächst, warum er sich anzündete. Schilder oder andere Hinweise auf eine Form des öffentlichen Protests gab es nicht.

Der Vorfall fand nur rund sechs Straßenblocks vom Washingtoner Kongressgebäude statt, wo es erst am Donnerstag einen tödlichen Zwischenfall gegeben hatte. Eine 34 Jahre alte Frau war mit dem Wagen erst in eine Sicherheitsbarrikade vor dem Weißen Haus gefahren und hatte sich mit der Polizei anschließend eine wilde Verfolgungsjagd zum Kapitol geliefert. Die an Depressionen leidende Frau wurde erschossen und hinterließ eine Tochter im Alter von einem Jahr.

Knapp drei Wochen zuvor war die US-Hauptstadt zudem Schauplatz einer blutigen Schießerei gewesen. Der 34 Jahre alte Aaron Alexis hatte in einem Kommandozentrum der Marine das Feuer eröffnet und 12 Menschen getötet. Er wurde dann selbst von Sicherheitskräften erschossen.

dpa

Panorama Feuergefecht mit der Polizei - Sexualverbrecher erschießt sich selbst
05.10.2013
Panorama Polizei muss Verehrerin stoppen - Prinz Harry verzaubert Australiens Damenwelt
05.10.2013
Panorama Vor Schönheitsklinik festgenommen - Kein neues Gesicht für den Drogenbaron
05.10.2013