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Panorama Mehr als 380 Unwettereinsätze
Nachrichten Panorama Mehr als 380 Unwettereinsätze
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11:07 10.08.2009
Feuerwehrleute pumpen in Hamburg, Stadtteil Winterhude in einer Tiefgarage das Wasser ab. Quelle: Brandel/ddp
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Am häufigsten wurde die Feuerwehr wegen vollgelaufener Keller sowie überfluteter Straßen alarmiert. In Schleswig-Holstein dauerten die Einsätze bis zum Montagvormittag an.

Nach Angaben des Sprechers der Hamburger Feuerwehr rückten die Einsatzteams am Sonntag zwischen 19.15 und 20.45 Uhr etwa 200-mal aus. Notrufe seien zunächst vor allem aus dem Stadtteil Finkenwerder und später aus Nienstedten, Blankenese und Ostdorf-Lurup eingegangen. In Schnelsen sei eine Tiefgarage vollgelaufen, was zu einem längeren Einsatz geführt habe.

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Im Kreis Pinneberg in Schleswig Holstein waren insbesondere die Gemeinden und Städte Schenefeld, Rellingen und Halstenbek betroffen. Bis Montagvormittag wurden nach Angaben eines Sprechers mehr als 180 Einsätze gezählt. Auch hier wurden in erster Linie vollgelaufene Keller mit Wasserständen von bis zu einem halben Meter gemeldet. Zudem sei die Kanalisation zum Teil verstopft gewesen, so dass das Wasser nicht abfließen konnte. In Rellingen sei ein Sachschaden an einer im Bau befindlichen Turnhalle entstanden.

Die Bahnstrecke zwischen Bremen und Hamburg musste aufgrund des Unwetters zwischen Buchholz und Harburg für rund fünf Stunden gesperrt werden. Ein Baum war in der Nordheide auf die Oberleitung gestürzt. Daraufhin wurden Reisende teilweise über Hannover umgeleitet oder mussten in Busse umsteigen. Wie eine Bahnsprecherin am Montag sagte, wurde die Oberleitung noch in der Nacht repariert, so dass der Bahnverkehr am Montag wieder normal laufen konnte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Sonntagabend schwere Gewitter in Teilen Norddeutschlands angekündigt. Auch vor Schäden durch Hagel und Blitzeinschlag wurde gewarnt. Nach Feuerwehrangaben blieben diese jedoch weitgehend aus.

ddp