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Panorama Mehr als eine Million Euro Schaden bei Großbrand in Northeim
Nachrichten Panorama Mehr als eine Million Euro Schaden bei Großbrand in Northeim
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19:42 06.04.2009
Bei einem Großbrand in Northeim wurden mehrere historische Fachwerkhäuser zerstört.
Bei einem Großbrand in Northeim wurden mehrere historische Fachwerkhäuser zerstört. Quelle: Stefan Simonsen/ddp
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Eine 35 Jahre alte Frau musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz einen Rippenbruch, ein weiterer ebenfalls eine Rauchvergiftung. Der Sachschaden wird auf weit mehr als eine Million Euro geschätzt.

Das Feuer brach den Angaben zufolge am frühen Morgen in einer Garage aus und breitete sich schnell auf die angrenzenden Häuser der Altstadt aus. Die Ursache war zunächst unklar. Es gebe keine Hinweise auf Brandstiftung oder Zusammenhänge mit anderen Bränden in der Vergangenheit, sagte ein Polizeisprecher. Mindestens drei Gebäude müssen abgerissen werden.

Kurz vor 6.30 Uhr heulten in Northeim die Sirenen. Bei der Bekämpfung des Brandes waren nach Angaben der Feuerwehr etwa 150 Einsatzkräfte auch aus Nachbarorten beteiligt. Die betroffenen Häuser wurden evakuiert, einige Bewohner konnten die Gebäude auch selbstständig verlassen. Auch das Technische Hilfswerk (THW) war am Einsatz beteiligt. Das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter und Notfall-Seelsorger betreuten Anwohner.

Bei einem Großfeuer in der Northeimer Altstadt in Niedersachsen sind am Montag acht Fachwerkhäuser niedergebrannt oder stark beschädigt worden.

Über der Altstadt lag nach Augenzeugenberichten dichter Qualm. Nachbarn seien aufgefordert worden, Türen und Fenster zu schließen, hieß es. Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Tag über die Lösch- und Abrissarbeiten. Um die Gefahr von Explosionen zu senken, unterbrachen die Northeimer Stadtwerke die Strom- und Gasversorgung in mehrere Straßen der Altstadt.

Nach den Worten des Northeimer Kreisbrandmeisters Bernd Kühle ist die Kleinstadt nur knapp einer Katastrophe entgangen. „Wenn wir zehn Minuten später gekommen wären, hätten wir es nicht geschafft, die Nachbargebäude zu schützen“, sagte er der Online-Ausgabe der „Northeimer Neuesten Nachrichten“. Dass sich das Feuer in der Altstadt so schnell ausdehnen konnte, liegt Stadtbaurat Bernhard Tecklenburg zufolge an fehlenden Brandwänden in diesem Bereich der Altstadt. In anderen Bereichen, die während der Stadtsanierung vor rund 20 Jahren modernisiert wurden, seien diese Wände eingezogen worden.












Am 6. Oktober 1892 hatte eine Feuersbrunst große Teile der Northeimer Altstadt vernichtet. Die nahe gelegenen Städte Einbeck und Hannoversch Münden waren in den vergangenen Jahren von schweren Bränden betroffen.

ddp