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Panorama Menschenrechtsgericht stärkt Sorgerecht lediger Väter
Nachrichten Panorama Menschenrechtsgericht stärkt Sorgerecht lediger Väter
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12:25 03.12.2009
Die Bevorzugung von unverheirateten Müttern sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot, heißt es in dem Urteil. Quelle: ddp
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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland wegen der Diskriminierung lediger Väter gerügt und damit deren Sorgerecht gestärkt.

Die Straßburger Richter gaben am Donnerstag einem 45-jährigen Kläger aus Köln Recht, der seit seit acht Jahren vergeblich um ein Sorgerecht für seine Tochter kämpft. Das Urteil fiel in einer kleinen Kammer des Gerichts mit sechs Stimmen gegen eine. Die Bundesregierung kann nun binnen drei Monaten eine Überprüfung durch die Große Kammer des Straßburger Gerichts beantragen.

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Dem Urteil zufolge verstößt die Regelung, wonach ledige Väter ein gemeinsamens Sorgerecht nur mit Einwilligung der Mutter des Kindes erhalten können, gegen das Diskriminierungsverbot in der Europäischen Menschenrechtskonvention. Der Vorsitzende des Interessenverbandes Unterhalt und Familie, Josef Linsler, begrüßte die Entscheidung. Nun müsse der deutsche Gesetzgeber die Konsequenzen ziehen und das Sorgerecht reformieren, sagte er. „Wir erwarten, dass Deutschland das Urteil des Menschrechtsgerichtshofs möglichst schnell umsetzt.“

afp

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