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Panorama Messerangriffe in Nürnberg: Tatverdächtiger ist mehrfach vorbestraft
Nachrichten Panorama Messerangriffe in Nürnberg: Tatverdächtiger ist mehrfach vorbestraft
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18:08 16.12.2018
Nach dem Angriff auf drei Frauen haben sich die Behörden zu den Vorfällen geäußert. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Drei Tage nach den Messerangriffen auf drei Frauen in Nürnberg haben sich die zuständigen Behörden zu der Festnahme und der Identität des dringend Tatverdächtigen geäußert.

Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen 38-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz, der sich in der Vergangenheit unter anderem in Nürnberg und Berlin aufgehaben haben soll, hieß es auf einer Pressekonferenz am Sonntag in Nürnberg. Staatsanwaltschaft und Polizei werden nun überprüfen, ob er bereits in ähnliche Vorfälle verwickelt war.

Zwei Polizisten war der Mann am Morgen nach der Tat aufgefallen. Bei der Durchsuchung entdeckten sie, dass er ein blutiges Messer mitführte. Eine DNA-Untersuchung ergab später, dass es sich dabei um das Blut der Opfer handelte.

38-Jähriger wegen zahlreicher Delikte verurteilt

Der Verdächtige war in der Vergangenheit 18 Mal verurteilt worden. „Man spaziert da quer durchs Strafgesetzbuch“, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg. Unter den Straftaten waren vermehrt Drogen- und Diebstahldelikte aber auch Betrug, Brandstiftung und Beleidigung. 2002 wurde der Mann wegen Vergewaltigung zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.

Der 38-Jährige soll am Mittwoch insgesamt drei Frauen angegriffen und verletzt haben. Die Tatwaffe, ein Messer mit einer 14 Zentimeter langen Klinge, konnten die Beamten sicherstellen. Glücklicherweise habe der Mann das Messer und seine Kleidung nicht entsorgt, sagte Gabriels-Gorsolke. „Wir können klar Entwarnung geben“, sagte Mittelfrankens Polizeipräsident Roman Fertinger. „Für uns ist es der Täter.“ Vor der Tat habe der Mann versucht, ein Messer zu stehlen. Dabei habe es sich allerdings nicht um das Tatmesser gehandelt.

Das Motiv für die Angriffe auf drei Frauen ist weiter unklar, der Verdächtige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Weil er alle seine Opfer auf dem Nachhauseweg überraschte, geht die Anklagebehörde in allen drei Fällen von versuchtem Mord aus. Der 38-Jährige kannte die Frauen nicht und sprach sie vor den Angriffen auch nicht an. Ob der Mann eine psychische Erkrankung hat, sei bisher völlig unklar.

Opfer nach wie vor im Krankenhaus

Die drei Opfer haben Verletzungen im Oberkörper davongetragen und befinden sich nach wie vor im Krankenhaus. Zwei von ihnen schwebten zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Bayerns Innenminister Joachim Hermann bedankte sich bei den Einsatzkräften der Polizei für den Fahndungserfolg.

Gegen den mutmaßlichen Täter besteht ein dringender Tatverdacht wegen versuchten Mordes. Die Staatsanwaltschaft wird in den nächsten Tagen einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Von RND/mkr

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