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Panorama Mindestens 80 Tote und 2000 Vermisste bei Erdrutschen in China
Nachrichten Panorama Mindestens 80 Tote und 2000 Vermisste bei Erdrutschen in China
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08:40 08.08.2010
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Ministerpräsident Wen Jiabao reiste vor Ort, um sich persönlich ein Bild der Lage zu machen.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, kam es am Sonnabendabend im mehrheitlich von Tibetern bewohnten Bezirk Zhouqu zu mehreren Erdrutschen. Straßen und Brücken wurden zerstört, Telefon- und Stromverbindungen unterbrochen. Große Massen Schlamm, Müll und Geröll stürzten in den Hauptfluss des Gebiets, der über die Ufer trat.

Nach Angaben des Staatsfernsehens entsandten die Behörden fast 3000 Soldaten sowie rund hundert Ärzte und Sanitäter, um sich an der Suche und Bergung von Verschütteten zu beteiligen. In weiten Teilen der Region sei die Stromversorgung zusammengebrochen.

China erlebt in diesem Jahr als Folge immer neuer sintflutartiger Regenfälle die schlimmsten Überschwemmungen seit zehn Jahren. Mehr als 2100 Menschen kamen dabei in diesem Jahr bis Freitag ums Leben oder wurden vermisst, mehr als 1,4 Millionen Häuser wurden zerstört. Mindestens zwölf Millionen Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

afp