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Panorama Modewoche in London zeigt Kreationen von Vivien Westwood und Burberry
Nachrichten Panorama Modewoche in London zeigt Kreationen von Vivien Westwood und Burberry
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12:01 20.02.2010
Francis Montesinos präsentierte in Madrid gewagte Kreatione. Quelle: afp
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Der Tod des rebellischen Star-Designers Alexander McQueen vor einer Woche überschattet dabei auch die englische Ausgabe der Fashion Week. Mit einer Schweigeminute wurde gestern das Spektakel um die neuesten Herbst-Winter-Kollektionen eröffnet. „Wir werden dieses talentierte Genie nie vergessen“, sagte Harold Tillmann, Vorsitzender der Britischen Modekammer. „McQueen hat dafür gesorgt, dass Londons Fashion Week eine feste Größe im internationalen Modekalender ist.“

Kreativ, frech, bodenständig – so ist die Modewoche in London bekannt, dazu haben Designer wie Vivien Westwood, Burberry, Hussein Chalayan und Alexander McQueen sie gemacht. „Er hinterlässt ein tiefe Lücke“, sagte der irische Designer Paul Costelloe, der nach alter Tradition die Schauen in London mit seinen Kreationen eröffnete. Kollegen wie Besucher hinterließen bereits am Eröffnungstag zahlreiche Trauerbekundungen an einer Kondolenztafel – auch Costelloe. „Ich fühle tiefe Trauer“, sagte er. „Es wird ein dunkle Wolke über dieser Saison der London Fashion Week hängen.“

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Und so wurde bei Costelloe mehr Schwarz getragen als sonst. Inspiriert durch die Ermordung des US-Banditen Jesse James kleidete der Modeschöpfer seine Laufsteg-Schönheiten in transparente oder schimmernde Blusen mit goldenen Rosen-Ornamenten, hautenge Lederhosen, Rokoko-Kleider, Ballon-Röcke und Karo-Korsetts. Lange Haare für die Männer, dazu bodenlange Mäntel oder auch Ponchos.

Weniger schwermütig, wenngleich trotzdem herbstlich gedeckt, ging es hingegen bei Caroline Charles zu. Wie in New York steckt auch in ihrer neuen Winterkollektion bevorzugt Pelz, Tweed und Leder. Karos, Tigerprints und Patchworkmuster werden kombiniert mit schlichten, klassisch schimmernden Samt- und Satinstoffen. Bordeaux, Schwarz und Gold verfeinert mit Details aus Pailletten und Strass. Glanzpunkte versprechen bis zum Ende der London Fashion Week am Mittwoch auch die Präsentationen von der „Mutter des Punk“, Mode-Ikone Vivien Westwood, von Burberry Prorsum, Julien McDonald und London-Urgestein John Rocha zu werden. Besonders bei ihnen werden sich wohl zahlreiche Prominente entlang des Laufstegs tummeln.

So war es auch in New York. Traditionell war die erste Reihe einer jeden Show modeverliebten Stars und einflussreichen Redakteuren vorbehalten. Einzig die Übertragungen im Internet – die auch für London angekündigt sind – gaben „Normalsterblichen“ exklusive Einblicke in die Fashion Weeks. Doch nicht nur große Namen wie Donna Karan, auch Kultlabels wie Rodarte wurden in New York tatkräftig durch die Anwesenheit von Promis unterstützt. Und das nicht immer ganz freiwillig. So soll Popsängerin Rihanna nach Angaben des Internetdienstes „Fashionista“ 100.000 Dollar dafür erhalten, in der ersten Reihe zu sitzen. Die Olsen-Zwillinge Mary Kate und Ashley würden 80.000 Dollar kosten und Sängerin Beyoncé lässt sich angeblich mindestens bis 100.000 Dollar zahlen.

Weniger Promis, dafür mehr barbusige, farbenprächtige Winterkollektionen gibt es hingegen in Madrid zu sehen. In der spanischen Hauptstadt findet derzeit parallel zu der Fashion Week in London eine Modewoche statt. Der spanische Designer Francis Montesnios hat gestern bereits seine provokanten und phantasievollen Herbst-Modelle über den Laufsteg geschickt. Blumenvielfalt, Rüschen und viel Transparenz inklusive...

Janine Uter