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Panorama Montagsdemonstration gegen Fluglärm
Nachrichten Panorama Montagsdemonstration gegen Fluglärm
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19:41 05.12.2011
Gegen zunehmenden Fluglärm und die neue Nordwest-Landebahn protestieren Flughafen-Gegner in der Abflughalle des Flughafens von Frankfurt am Main.
Gegen zunehmenden Fluglärm und die neue Nordwest-Landebahn protestieren Flughafen-Gegner in der Abflughalle des Flughafens von Frankfurt am Main. Quelle: dpa
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Flörsheim

Die Polizei ging dagegen bei der vierten Auflage der Montagsdemonstration von rund 2000 Fluglärm-Gegnern aus. Das wären rund 500 weniger als beim Protest in der vergangenen Woche. Wie zuletzt auch, hielten die Protestler Plakate in die Luft mit Aufschriften wie „Fraport foltert Flörsheim", „Fraport. Deutschlands zuverlässigster Weckdienst" und „Bürgerwille verdient Respekt".

Zur Demonstration hatte ein Bündnis von Bürgerinitiativen aufgerufen, das sich gegen den Betrieb der neuen Landebahn einsetzt und für den Flughafen ein dauerhaftes Nachtflugverbot fordert. In den vergangenen drei Wochen waren die Proteste immer größer geworden, zuletzt hatten mehr als 2500 Menschen ihrem Ärger mit Trillerpfeifen und Rasseln Luft gemacht.

Bei der vierten Montagsdemonstration ging es dagegen etwas leiser zu als zuvor: Das Bündnis war von der Stadt aufgefordert worden, auf die ohrenbetäubenden Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Sirenen und Drucklufthupen zu verzichten. Das Frankfurter Ordnungsamt und die Fraport hatten sich Sorgen gemacht um die Kommunikation im Ernstfall, da Lautsprecherdurchsagen im Terminal nicht mehr deutlich zu hören gewesen seien. Obwohl sich nicht alle Demonstranten an die Auflage hielten, schritt die Polizei zunächst nicht ein. Die Montagsdemos sollen nach Angaben der Veranstalter mindestens bis kurz vor Weihnachten fortgesetzt werden.

Der Streit um die Landebahn, um Nachtflüge und den Lärm durch Starts und Landungen sorgt seit Monaten für Aufsehen im Rhein-Main-Gebiet. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel verfügte Mitte Oktober ein vorläufiges Nachtflugverbot, bis das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein endgültiges Urteil fällt. Die hessische Landesregierung will mit einer Klage in Leipzig Ausnahmen erlauben.

dpa/fgr

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