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Panorama Britney Spears als Piratenschreck
Nachrichten Panorama Britney Spears als Piratenschreck
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21:49 29.10.2013
Von Dirk Schmaler
Wird ihre Musik gespielt, ergreifen Piraten die Flucht: Britney Spears. Quelle: dpa
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Hannover/London

Okay, der Beat ist recht eintönig, und ihr Hit „Ops! I did it again“ ist nicht gerade eine lyrische oder stimmliche Meisterleistung. Gerade deshalb aber haben es die Popsongs von Britney Spears nun zu einer ganz besonderen Verwendung gebracht. Die US-Sängerin ist die neuste Waffe gegen Piraten am Horn von Afrika. Wenn sich die Angreifer mit ihren kleinen Schnellbooten Frachtern nähern, richten britische Schiffe keine Kanonen, sondern Lautsprecher auf die Angreifer. Und spielen Britney Spears.

Die britische Handelsmarine setzt Musik von Britney Spears zum Abschrecken von Piraten ein.

„Diese Typen können die westliche Musik nicht ausstehen“, sagte Rachel Owens, britische Offizierin der Handelsmarine, nun dem „Mirror“. „Sobald die Piraten eine Dosis von Britney abbekommen, ziehen sie schnell weiter.“ Die 34-Jährige begleitet Schiffe auf der Fahrt durch die gefährlichen Gewässer an der ostafrikanischen Küste, wo in den vergangenen Jahren Hunderte Piratenangriffe verzeichnet wurden. Spears, mit ihrem wummernden Rhythmus und dem sexy Tanz, sei für die Piraten der Inbegriff der verhassten westlichen Kultur. „Das ist so effektiv, dass das Schiff nur noch selten schwere Geschütze auffahren muss.“

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Popmusik spielt vor allem beim Militär schon länger eine Rolle. In geheimen US-Gefängnissen im Irak etwa folterte die CIA nach Angaben von Human Rights Watch Terrorverdächtige mit tagelanger Rapmusik von Eminem und Dr. Dre. Guantanamo-Häftlingen soll bei Verhören stundenlang der Metallica-Song „Enter Sandman“ in voller Lautstärke vorgespielt worden sein.

Was ist los in der Welt der Promis? Lesen Sie hier Neues aus der Welt der Stars.

Stundenlang laut abgespielt, löst die Musik Experten zufolge Adrenalinschübe und Stress aus. Was Diskobesucher begrüßen, macht Gefangene körperlich wie geistig mürbe. „No-Touch-Turture“, berührungslose Folter, nennen Fachleute diese Verhörmethode.

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