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Panorama Mehrere Verkehrsunfälle wegen „Pokémon Go“
Nachrichten Panorama Mehrere Verkehrsunfälle wegen „Pokémon Go“
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15:29 14.07.2016
Das kann tödlich enden: Manch Spieler stoppt die Pokemon-Suche nicht mal am Steuer (Symbolfoto). Quelle: dpa
New York

Es ist die neueste Manie im Smartphone-Zeitalter: Die App „Pokémon Go“ bricht derzeit alle Rekorde. Und obwohl ist sie erst seit wenigen Wochen auf dem Markt ist, sorgt "Pokémon Go" immer wieder für heikle Situation. Nach Berichten über Hinterhälte am Poké-Stop und auch einen Leichenfund mehreren sich nun Berichte über schwere Autounfälle. So endete die "Pokémon Go"-Suche für zwei Spieler in den USA um ein Haar tödlich.

Polizei appelliert an Spieler

In Auburn bei New York setzte sich ein 28-Jähriger in sein Auto, um möglichst schnell und viele der virtuellen Pokémon-Figuren zu sammeln. Dabei achtete er offenbar mehr auf sein Handy-Display als auf den Verkehr, verlor die Kontrolle über seinen Wagen, kam von der Strasse ab und raste vor einen Baum.

Schon bevor Pokémon Go in Deutschland offiziell erschienen war, ist auch in Hannover das Pokémon-Fieber ausgebrochen. In einer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wo welche Pokémon bereits gesehen wurden und welche Pokéstops einen Besuch Wert sind. Sie haben Tipps und Tricks für uns? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihre Hinweise. Dann aktualisieren wir die Galerie. 

Vom Auto blieb nur noch Schrott übrig, der Fahrer kam mit Schnittwunden und Hautabschürfungen in eine Klinik. "Er hat riesiges Glück gehabt. Der Motorblock seines Autos hatte sich durch den Aufprall in den Innenraum geschoben", teilte die Polizei mit

Es handelt sich zwar um den ersten bekanntgewordenen Verkehrsunfall dieser Art in den USA. Dennoch verband die Polizei es direkt mit einem Appell an alle "Pokémon Go"-Spieler, beim Spielen den "gesunden Menschenverstand" nicht auszuschalten.

Ebenfalls noch vergleichsweise glimpflich endete die Pokemon-Suche für eine 15-Jährige aus Pennsylvania: Schülerin Autumn Dieseroth hatte nur noch auf ihr Smartphone geschaut und gar nicht bemerkt, dass sie über eine Autobahn lief. Dort wurde sie angefahren.

Sie erlitt einen Schlüsselbeinbruch, Beulen und Schnittwunden am Kopf. Für ihre Mutter ist klar: "Das Spiel ist schuld. Meine Tochter geht sonst nie vor die Tür." Pokémon Go habe ihr Kind wohl so fasziniert, dass sie alles um sich herum vergessen und sogar die Autobahn nicht bemerkt habe.

Polizei: "Passt bitte auf"

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es in Deutschland ähnliche Unfälle gibt, befürchtet der ADAC. "Pokémon Go" werde die Gefahren durch Ablenkung für Autofahrer und Fußgänger "zusätzlich verschärfen", warnte der Automobilclub und empfahl Eltern, "das Spiel mit ihren Kindern gemeinsam auszuprobieren und auf Gefahren hinzuweisen".

Auch die Berliner Polizei warnt bereits auf Facebook: "Es besteht die große Gefahr, dass man die Umwelt (vor allem den Straßenverkehr) leicht aus den Augen verliert." Die Beamten appellieren deshalb an die "Pokémon"-Spieler: "Passt bitte auf euch und andere auf, damit ihr weiter Freude am Spielen habt."

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Das Handy-Spiel "Pokémon Go" ist seit Mittwoch auch in Deutschland verfügbar. Über eine App sieht der Spieler auf dem Bildschirm seines Handys die reale Umgebung, in der er gerade unterwegs ist. Ziel ist es, im weiteren Verlauf kleine virtuelle Monster, die hinter echten Bäumen, Sehenwürdigkeiten oder anderen markanten Punkten auftauchen, zu sammeln.

Dierk Sindermann/zys/wer/RND

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