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Nach Hagel-Chaos: In Bayern drohen weitere schwere Unwetter mit Orkanböen

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14:29 11.06.2019
Die Glasscheiben der Tore der Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes in Germering sind nach einem Hagelschauer mit Einschlaglöchern übersät. Quelle: Rainer Bertram/Alexander Auer/dp
München

Nach unwetterartigen Gewittern am Pfingstmontag geht es auch am Dienstag mit Sturm und Regen weiter in Bayern. Der Wetterdienst „Wetterkontor“ prognostiziert für den Dienstagvormittag vereinzelte Gewitter im Westen Bayerns, die sich vom Allgäu über Oberfranken ab den Mittagstunden nach Ostbayern ausweiten und unwetterartig entwickeln können – erneut mit Hagel, Starkregen und orkanartigen Böen, die bis zu 110 Stundenkilometer schnell werden können. „Örtlich besteht sogar die geringe Wahrscheinlichkeit für Orkanböen über 140 km/h“, teilte der Wetterdienst mit. Die Höchsttemperaturen von 18 Grad im Allgäu und bis zu 30 Grad im Passauer Land erreicht.

In der Nacht zum Mittwoch kann es bei Tiefstwerten von 16 Grad am Inn und 10 Grad im Oberallgäu zu weiteren schweren Gewittern kommen. Auch für Mittwoch erwarten die Meteorologen wieder vereinzelt unwetterartige Gewitter.

Lesen Sie auch: Starkregen, Hagel und Orkanböen: Unwetter-Chaos in Deutschland

München: 550 Gewitter-Einsätze von Polizei und Feuerwehr

Pendler müssen sich nach den schweren Unwettern im Münchner Umland am Dienstag auf Zugausfälle und Verspätungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr einstellen. Bei der Münchner S-Bahn sind laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn drei Linien von den Sturmschäden betroffen, auf der Stammstrecke komme es aber zu keinen großen Beeinträchtigungen.

Im Video: Wie entsteht ein Gewitter?

In Bayern gab es am Pfingstmontag Orkanböen von bis zu 120 Stundenkilometern und große Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern. Hier seien auch die Blitze besonders stark gewesen. In mehreren Orten im Großraum München seien durch den Hagel Autoscheiben und Dachfenster zu Bruch gegangen, sagten Sprecher von Polizei und Feuerwehr. Häuser stünden unter Wasser. Im Stadtgebiet von München wurden rund 550 Einsätze gezählt.

Von RND/dpa