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Panorama Nach Zugunglück Ursache weiter unklar
Nachrichten Panorama Nach Zugunglück Ursache weiter unklar
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10:37 16.02.2010
Obwohl die Strecke mit modernster Technik ausgestattet war, konnte dies den Unfall nicht verhindern. Quelle: dpa
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Ursachensuche nach dem Zugunglück in Belgien: Dabei war der Zug in Buizingen bei Brüssel mit hoher Geschwindigkeit gegen eine andere Bahn geprallt. Für die Spurensuche und die Bergungsarbeiten bleibt die Strecke nach Angaben der Staatsanwaltschaft Brüssel noch mindestens zwei Tage lang gesperrt.

Obwohl die Strecke mit modernster Technik ausgestattet war, konnte dies den Unfall nicht verhindern. Auf den Gleisen gab es ein Sicherheitssystem, das Züge automatisch bremst, wenn sie ein Haltesignal missachten. Jedoch war nur einer der beiden Züge damit ausgestattet, wie die Bahngesellschaft SNCB mitteilte.

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Zugleich setzt die Polizei die Identifizierung der Toten fort, die sehr schwierig sei und noch den ganzen Dienstag dauern werde. Das kündigte der Gouverneur von Flämisch-Brabant, Lodewijk De Witte, am Montagabend an. Nach einer ersten Bilanz kamen bei dem Unglück 18 Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Verletzt wurden 95 Menschen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Abend. Unter den Toten seien auch der Lokführer eines Zuges sowie zwei Franzosen.

Die Bahngleise auf der Strecke südlich von Brüssel blieben voraussichtlich noch zwei Tage lang gesperrt. Dadurch werden am heutigen Dienstag Schnellzüge wie der Thalys zwischen Brüssel und Paris sowie der Eurostar zwischen Brüssel und London ausfallen.

Einen Tag nach dem schweren Zugunglück mit 18 Todesopfern bei Brüssel haben Lokführer in mehreren belgischen Städten die Arbeit niedergelegt. Wegen der Warnstreiks fielen im morgendlichen Berufsverkehr viele Züge im Süden Belgiens (Region Wallonie) aus, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag meldete. Die Beschäftigten wollen damit gegen die ihrer Meinung nach schlechten Arbeitsbedingungen bei der Staatsbahn SNCB protestieren, die den Unfall mitverursacht hätten.

dpa