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Panorama Nachfrage nach Impfungen steigt
Nachrichten Panorama Nachfrage nach Impfungen steigt
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20:37 20.11.2009
Die Nachfrage nach Schweinegrippe-Impfungen steigt. Quelle: ddp
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Genaue Zahlen der bislang durchgeführten Impfungen konnte das Gesundheitsministerium in Hannover am Mittwoch jedoch nicht nennen. Seit vergangenem Freitag habe es bislang 602 neue Fälle von Schweinegrippe gegeben, sagte eine Sprecherin von Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU).

In Bremen gab es in dieser Woche bereits 78 bestätigte neue Schweinegrippefälle nach 60 in der Vorwoche, sagte die Sprecherin des Bremer Gesundheitsressorts. Zugleich ließen sich zu Beginn der Woche 660 Bürger gegen die Krankheit impfen. In der ersten Woche der Impfaktion waren es zusammen rund 700. Sowohl in Niedersachsen als auch in Bremen wird mit einem weiteren Anstieg der Impfungen gerechnet.

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Laut KVN ist die Menge des Impfstoffes in den niedersächsischen Arztpraxen derzeit begrenzt, da die Impfdosen beim Hersteller in Dresden nur sukzessive abgeholt werden können. Ein Mangel an Impfstoff bestehe jedoch nicht. „Die Bestellungen, die in der vergangenen Woche eingegangen sind, können abgedeckt werden mit der Liefermenge von 152.000 Dosen Impfstoff, die wir am Montag abholen konnten“, sagte die Ministeriumssprecherin. Die Dosen sollten spätestens an diesem Donnerstag den Apotheken vorliegen.

Wegen der steigenden Nachfrage nach Impfungen schaltete die KVN am Mittwoch an elf Bezirksstellen Telefon-Hotlines frei. Bürger ohne Hausärzte können sich dort informieren und Adressen von Ärzte geben lassen, die in ihrer Nähe Impfungen durchführen.

Die in Bremen geschaltete Hotline wird bereits stark nachgefragt und ist zeitweise überlastet. Jetzt sollen zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt und weitere Telefone installiert werden. Bisher ist die Hotline von 10.00 bis 17.00 Uhr zu erreichen. Die Sprecherin des Gesundheitsressort wies darauf hin, dass medizinische Fragen wie „Soll ich mich überhaupt impfen lassen?“ von dem Ansprechpartner nicht beantwortet werden. Das müsse mit einem Arzt geklärt werden. Die Hotline informiert über Impfmöglichkeiten und Nebenwirkungen.

In den Schulen leeren sich derweil weiterhin die Klassen. Es seien sehr viele Kinder krank, sagte die Sprecherin in Bremen. Darunter seien auch bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Der Unterricht werde aber nicht eingestellt.

ddp