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Panorama Neue Erdrutsche in China - mehr als tausend Vermisste
Nachrichten Panorama Neue Erdrutsche in China - mehr als tausend Vermisste
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00:38 19.08.2010
In der südwestlichen Provinz Yunnan in China suchen Menschen nach verheerenden Erdrutschen nach Überlebenden. Quelle: ap
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Neue Erdrutsche und Überschwemmungen haben die Zahl der Unwettertoten in China in diesem Sommer auf mehr als 2300 steigen lassen. Mehr als tausend Menschen werden vermisst. Mindestens 67 Menschen wurden am Mittwoch nach Erdrutschen in der Südwestprovinz Yunnan unter Schlammmassen vermutet, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Lawine begrub über eine Breite von 300 Metern mindestens 21 Häuser und Lastwagen einer Eisenerzgrube im Dorf Puladi. Die meisten Opfer waren Mitarbeiter des Bergwerks.

Die Zahl der Toten der katastrophalen Schlammlawine in Zhouqu in der nordwestchinesischen Provinz Gansu stieg bis Mittwoch auf 1287. Zehn Tage nach dem schweren Unglück am 8. August waren noch immer mehr als 400 Menschen vermisst, wie die Behörden berichteten. Chinas Vizepremier Hui Liangyu rief bei einer Krisensitzung des Kabinetts in Peking zu verstärkten Hilfsbemühungen auf. Die Aufräumarbeiten und die Neuansiedlung der Überlebenden müssten vorangetrieben werden.

Die Überschwemmungen nach heftigen sommerlichen Regenfällen sind die schlimmsten seit mindestens einem Jahrzehnt. Die nationale Kommission zum Katastrophenschutz rief alle Behörden auf, ihren Kampf gegen die Fluten zu verstärken. Neue Unwetter seien zu erwarten. Bei der Suche nach den Ursachen für die vielen Erdrutsche in China weisen Kritiker wiederholt auf die verstärkte Abholzung hin. Auch wird Behörden und Unternehmern vorgeworfen, bei ihren Bauvorhaben die Warnungen von Geologen zu ignorieren.

dpa