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Panorama Neue Stammbesatzung in der ISS eingetroffen
Nachrichten Panorama Neue Stammbesatzung in der ISS eingetroffen
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21:03 28.03.2009
Die US-Raumfähre "Discovery" nähert sich der Internationalen Raumstation (ISS). Quelle: ddp
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Als Dritter war der US-Weltraumtourist Charles Simonyi an Bord. Das Trio wurde herzlich von der alten Stammcrew mit Michael Fincke (USA), Juri Lontschakow (Russland) und Koichi Wakata (Japan) begrüßt. Nach zweitägiger Verfolgungsjagd habe die „Sojus“-Kapsel pünktlich um 14.14 Uhr MEZ angelegt, teilte das Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau mit.

Dreifachkosmonaut Padalka und der Weltraumneuling Barratt bereiten mit Wakata, der in der vergangenen Woche mit dem US-Shuttle „Discovery“ auf die Umlaufbahn gekommen war, in den kommenden zwei Monaten die Station weiter auf die Verdopplung der Besatzung auf die Sollstärke von sechs Mitgliedern vor. Simonyi, der für seinen Flug 35 Millionen Dollar bezahlt hat, kehrt am 7. April mit Lontschakow und Fincke zur Erde zurück.

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„Sojus TMA-14“ war am Donnerstag vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Es ist die erste von vier bemannten Missionen der Russen in diesem Jahr zur ISS. Die nächste ist für Ende Mai geplant. Damit beginnt dann die neue Ära der Station mit sechs Besatzungsmitgliedern. Dazu gehört dann auch der Belgier Frank de Winne, der die Europäische Weltraumorganisation ESA vertritt.

Nach überaus erfolgreicher Aufbaumission ist die Besatzung der US-Raumfähre „Discovery“ ebenfalls am Samstag wieder von der ISS zurückgekehrt. Der Shuttle landete um 20.14 Uhr MEZ sicher auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Die Raumfähre hatte das vierte und letzte Sonnensegel sowie Ersatzteile für das Wasserrecyclingsystem zur ISS gebracht. Mit der Fertigstellung des „Kraftwerks“, das nun über 120 Kilowatt Leistung verfügt, ist die Station jetzt fit für die Sechser-Stammbesatzung. Dem diente auch die Reparatur des Urinprozessors als wichtigem Bestandteil des Wasserrecyclingsystems. Dieses wandelt Urin, Schweiß und Kondenswasser in Trinkwasser um.

Der Shuttle hat Wasserproben mit zur Erde gebracht, die auf ihre Qualität untersucht werden sollen, bevor das System endgültig in Betrieb geht. Mit der „Discovery“ ist auch US-Astronautin Sandra Magnus nach Hause gekommen. Sie hatte vier Monate als Bordingenieurin in der Station gearbeitet. Ihre Aufgabe setzt nun Wakata fort.

Der 13-tägige Flug der Raumfähre war die erste von fünf Shuttle-Missionen in diesem Jahr zur ISS. Dabei werden vor allem die letzten großkalibrigen Teile der Station auf die Umlaufbahn gebracht, die derzeit nach NASA-Angaben schon zu 81 Prozent fertig ist und 2010 vollendet werden soll.

ddp