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Panorama Neun Schweinegrippe-Fälle in Niedersachsen
Nachrichten Panorama Neun Schweinegrippe-Fälle in Niedersachsen
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15:58 12.06.2009
In Niedersachsen sind fünf neue Fälle von Schweinegrippe aufgetreten.
In Niedersachsen sind fünf neue Fälle von Schweinegrippe aufgetreten. Quelle: Philipp Guelland/ddp
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In Lüneburg sei der Erreger bei einem 36 Jahre alten Bundeswehroffizier und bei einer 19 Jahre alten Rückkehrerin aus London nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. In Hannover leide eine 39-Jährige an Schweinegrippe, die aus New York zurückgekehrt war. Zwei Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren erkrankten in Hildesheim. Sie hatten den Angaben zufolge Kontakt zu einer 49-Jährigen, deren Influenza-Infektion am Donnerstag bestätigt worden war.

Während die Kinder nur mit leichtem Fieber zu kämpfen hätten, zeige sich bei der 39-Jährigen aus Hannover ein „akuter Beginn“ der Influenza mit Fieber, Husten, Hals- und Muskelschmerzen, hieß es aus dem Ministerium. Bei dem Lüneburger Offizier traten nach Angaben des zuständigen Kreisgesundheitsamtes keine schweren Krankheitssymptome auf. Der 36-Jährige hatte sich vermutlich auf einer Ausbildungsreise in den USA angesteckt und war am Wochenende aus Miami zurückgekehrt. „Alle Kontaktpersonen sind isoliert und werden zum Teil prophylaktisch behandelt“, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes in Lüneburg. Der Mann selbst werde zu Hause behandelt.

Neben den neu bestätigten Fällen sind in Niedersachsen bereits eine 56-Jährige aus dem Kreis Lüneburg, eine 49 Jahre alte Frau aus dem Kreis Hildesheim, ein Göttinger Student und ein vierjähriger Junge aus Schortens im Kreis Friesland an dem neuen H1N1-Virus erkrankt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Schweinegrippe am Donnerstag als Pandemie eingestuft und die höchste Alarmstufe 6 ausgerufen. Deutschlandweit zählten die Behörden am Freitag deutlich mehr als 100 Erkrankungen.

Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) wertete die Einstufung der Schweinegrippe durch die WHO als Formalie und warnte in einer Mitteilung vor Panikmache: „Auch wenn in Niedersachsen mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden muss, entspricht das Infektionsgeschehen in Deutschland und damit auch in Niedersachsen nicht dem einer Pandemie.“ Sollte sich das Infektionsgeschehen verändern, sei Niedersachsen unter anderem mit einer erhöhten Notfallreserve an Medikamenten gut vorbereitet. Wichtig sei es, die Infektionen schnell zu erkennen. Dazu gebe es im Landesgesundheitsamt unter anderem eine 24-Stunden-Laborbereitschaft. Außerdem existiere einen Pandemie-Plan für Niedersachsen.

lni