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Panorama Neun Verletzte bei Unfall auf Bremer Volksfest
Nachrichten Panorama Neun Verletzte bei Unfall auf Bremer Volksfest
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14:51 28.10.2011
Auf dem Bremer Volksfest ist eine Gondel eines Fahrgeschäfts abgerissen. Quelle: dpa
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Bremen

Neun Verletzte und viele geschockte Besucher: Ein tragisches Unglück hat den Freimarkt in Bremen überschattet. Von einem Karussell riss am Donnerstagabend während der Fahrt eine Gondel ab und schleuderte in mehrere Menschen. Fünf Besucher des Volksfestes kamen ins Krankenhaus, eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt, ist inzwischen aber außer Lebensgefahr. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Experten von Polizei und Bauordnungsamt untersuchten am Freitagvormittag das Fahrgeschäft.

„Ich gehe nicht davon aus, dass wir heute ein endgültiges Ergebnis haben werden“, sagte Polizeisprecher Gundmar Köster. Die Untersuchung werde voraussichtlich mehrere Stunden dauern. „Wir schauen ganz genau hin, was die Ursachen gewesen sein könnten.“ Außerdem werden die Ermittler im Laufe des Freitags den Betreiber und zahlreiche Zeugen befragen.

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Die Polizei hatte die „Krake“ am Donnerstagabend sofort nach dem Unglück abgesperrt. An dem Karussell drehen sich mehrere kleine Gondeln an fünf Fangarmen. Eine davon löste sich aus der Aufhängung, krachte auf die Bodenplatte und rutschte in die wartende Menge.

In der Gondel saßen eine 27-Jährige und ihre zwei Jahre ältere Freundin. Die jüngere Frau erlitt schwere innere Verletzungen. „Sie schwebt nicht mehr in Lebensgefahr“, sagte Köster. Die Beamten sprachen zunächst von einer 29-Jährigen, korrigierten das Alter aber inzwischen. Ihre Freundin wurde an der Halswirbelsäule verletzt. Auch drei andere Besucher kamen ins Krankenhaus. Vier Menschen wurden ambulant behandelt.

Der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes, Rudolf Robrahn, betreibt nur wenige Meter von der „Krake“ entfernt selbst ein Karussell. Der Unfall war für ihn ein Schock. „Wir haben die strengsten Sicherheitsvorkehrungen für solche Fahrgeschäfte.“ Der Besitzer der „Krake“ sei seit 20 Jahren dabei und habe sich immer mustergültig verhalten. „Ausschließen kann man so was aber nie zu 100 Prozent“, sagte er.

Trotz des Unfalls werden die Stände auf dem Freimarkt, der nach Angaben der Veranstalter zu den ältesten und größten in Deutschland gehört, am Freitag ganz normal öffnen. „Wir sind alle sehr betroffen“, sagte die stellvertretende Marktmeisterin Sigrid von Glahn. „Alles Weitere müssen nun die Sicherheitsbehörden klären.“ Ob sich die „Krake“ bis zum Ende des Freimarkts am Sonntag wieder drehen darf, ist noch offen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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