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Panorama Norderney noch nicht glühbirnenfrei
Nachrichten Panorama Norderney noch nicht glühbirnenfrei
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10:03 30.12.2009
Norderney wird bis zum Jahresende doch nicht glühbirnenfrei.
Norderney wird bis zum Jahresende doch nicht glühbirnenfrei. Quelle: ddp (Archiv)
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Rund 170 Haushalte der Nordseeinsel Norderney haben ihre Glühbirnen abgegeben und gegen Energiesparlampen getauscht. „Die Beteiligung war geringer als erhofft“,sagte Projektleiter Tobias Pape Die Aktion sei dennoch nicht umsonst gewesen: Das Wissen um eine energiesparende Beleuchtung sei enorm gestiegen. Die Aktion zur Umstellung gehe auch im nächsten Jahr weiter. Auch der eigens eingerichtete Demonstrationsraum mit vielen verschiedenen Lichtquellen bleibe bestehen.

Während herkömmliche Glühbirnen europaweit erst vom Jahr 2012 komplett abgeschafft werden, sollten sie auf Norderney bereits bis zum Jahresende verlöschen und stattdessen überwiegend Energiesparlampen leuchten. Wer seine alten Glühbirnen zurückgab, bekam einen kleinen Betrag als „Abwrackprämie“ erstattet.

Die Organisatoren rührten die Werbetrommel. Das Interesse war zwar gut, doch die Beteiligung blieb in den Sommermonaten dünn. „Die Insulaner haben jetzt zur Hauptsaison mehr mit den Gästen zu tun“, hatte Pape damals vermutet. Doch auch im Herbst mit Beginn der dunklen Jahreszeit wurde es nicht viel besser.

Dabei ließen sich mit Energiesparlampen jährlich pro Haushalt rund 40 Euro einsparen, erklärte Pape. Als weithin sichtbares Wahrzeichen der Aktion wurde der alte Wasserturm, höchstes Gebäude auf der Insel, mit energiesparenden LED-Lampen angestrahlt.

Bei den Norderneyer Wirtschaftsbetrieben sind rund 2100 Haushalte mit Gas- und Wasseranschlüssen angemeldet. Viele Hausdächer der städtischen Wohnungsgesellschaft wurden mit Solarzellen ausgerüstet. Das 6000 Einwohner zählende Norderney verzeichnet pro Jahr 300 000 Übernachtungen. In der Hauptsaison sind täglich bis zu 40 000 Menschen auf der Insel.

Ein Kritiker hatte Vorbehalte gegen die neuen Leuchtkörper angemeldet: Versuche des Wilhelmshavener Elektroingenieurs Wolfgang Herter sollen ergeben haben, dass die angeblichen Klimaretter viel weniger Energie einsparen als angenommen, Elektrosmog abgeben, nicht hell genug sind und früher kaputt gehen als die Hersteller behaupten.

lni