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Panorama Papst fordert einen "dauerhaften Frieden" in der Welt
Nachrichten Panorama Papst fordert einen "dauerhaften Frieden" in der Welt
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16:47 25.12.2010
Papst Benedikt XVI. erteilte am Sonnabend den traditionellen Weihnachtssegen "Urbi et Orbi". Quelle: dpa
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Papst Benedikt XVI. hat den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. Vor tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom rief das Oberhaupt der katholischen Kirche in seiner traditionellen Weihnachtsbotschaft zu einem "dauerhaften Frieden" insbesondere in der Elfenbeinküste, Somalia und der sudanesischen Krisenregion Darfur auf. Von der Politik forderte der 83-Jährige zudem "eine aktive Solidarität" mit verfolgten Christen im Irak und im "gesamten Nahen Osten".

Bei der Christmette im Vatikan hatte der Papst zuvor zum Frieden in der Welt und zu mehr "Brüderlichkeit" aufgerufen. Bei den Weihnachtsfeierlichkeiten in der Stadt Bethlehem im Westjordanland betete der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, für Frieden im Nahen Osten.

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Nach einem blutigen Angriff auf eine Kirche in Bagdad Ende Oktober haben UN-Angaben zufolge tausende Christen den Irak verlassen. Bei der Geiselnahme eines Kommandos des Terrornetzwerks El Kaida und einer anschließenden Befreiungsaktion waren 44 Gläubige, zwei Priester sowie sieben irakische Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Im Irak leben heute noch eine halbe Million Christen, nachdem es 2003 noch zwischen 800.000 und 1,2 Millionen gewesen waren. Die Freiheit der Religion war eines der Hauptthemen der Nahost-Synode gewesen, die im Oktober im Vatikan stattfand.

In Deutschland riefen die Vorsitzenden von katholischer und evangelischer Kirche zu mehr Mitmenschlichkeit auf. "Wir haben die Vision von einer Gesellschaft der Solidarität, in der einer für den anderen mitsorgt", sagte der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, der "Süddeutschen Zeitung". Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, sagte im Deutschlandradio Kultur, das Wichtigste im Leben seien "die Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott".

afp