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Panorama Polizei verfolgt rund 40 Hinweise - Spuren führen in Bank und Markt
Nachrichten Panorama Polizei verfolgt rund 40 Hinweise - Spuren führen in Bank und Markt
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22:11 13.12.2010
Von Marina Kormbaki
Quelle: Polizei
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Die Männer hatten zuvor das Paar in deren Haus brutal überfallen, gefesselt und schwer misshandelt, um die Geldkarten und Geheimnummern des 50-jährigen Zaunbauers und seiner 51-jährigen Ehefrau zu bekommen. Nach Angaben der Polizei konnte sich die Frau gegen zwei Uhr nachts befreien und alarmierte die Polizei. Als die Beamten wenig später im Haus des Paares eintrafen, fanden sie den Mann tot in einem Zimmer. Bei der Obduktion des Mannes am Sonntagabend stellten die Ärzte Ersticken als Todesursache fest. „Wir gehen von Mord aus“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Montag. Die 51-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Beamte hätten bereits ein erstes Gespräch mit ihr geführt, sagte Bohmbach. In den nächsten Tagen sollen weitere Vernehmungen folgen.

Bis Montag sind rund 40 Hinweise bei der Polizeiinspektion in Stade eingegangen. Eine viel versprechende Spur, die die Polizei verfolgt, führt in einen Supermarkt in Himmelpforten, einen Nachbarort von Oldendorf. Dort will eine Zeugin am frühen Sonnabendabend einen jungen Mann dabei beobachtet haben, wie er mehrere Rollen Paketband kaufte. „Die Beschreibung passt auf einen der Tatverdächtigen“, sagte Bohmbach. Der Polizeisprecher bestätigte auch, dass die Opfer mit Klebeband gefesselt waren.

Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen der Polizei klingelten die beiden Täter am Sonnabend in der Zeit zwischen 20 und 21.30 Uhr an der Haustür des Handwerkerehepaares. Sobald die Tür geöffnet wurde, stürmten die Räuber mit massiver Gewalt ins Haus und forderten Bargeld sowie Geldkarten und die dazugehörigen Geheimnummern. Einer der beiden Männer verließ anschließend das Haus, um bei der Bank Geld von den Konten der Opfer abzuheben. Als er wieder in das Haus der Paares zurückkehrte, trennten die Räuber die Eheleute und brachten sie in verschiedene Räume.

Die gesuchten Männer sind nach Polizeiangaben zwischen 20 und 25 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Sie sprechen schlecht deutsch und sollen sich miteinander auf Russisch verständigt haben. Mit der am Montag veröffentlichten Aufnahme der Überwachungskamera in der Bank hofft die Polizei, weitere Hinweise zu erhalten. „Wir wüssten zum Beispiel gerne, wie die Täter zum Tatort hin- und von dort wieder weggekommen sind“, sagt Bohmbach. Darüber gebe es noch keinerlei Erkenntnisse.